Oper

Die deutsche Opernwelt schaut gebannt nach Brüssel

Die Zürcher Interpretation "Moses und Aron" strahlt bis nach Berlin (Archiv)

Die Zürcher Interpretation "Moses und Aron" strahlt bis nach Berlin (Archiv)

Erstmals geht der Titel «Opernhaus des Jahres» an eine Bühne ausserhalb des deutschsprachigen Raums, an das Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. Vergeben wurde der Titel traditionsgemäss nach einer Kritikerumfrage der Zeitschrift «Opernwelt».

Der Erfolg des Brüsseler Opernhauses geht vor allem auf Intendant Peter de Caluwe zurück: "Ein Mann mit klaren Überzeugungen und langem Atem, der lieber im Hintergrund agiert, mit Künstlern und Mitarbeitern diskutiert, statt sich vor laufender Kamera zu produzieren", teilte die Fachzeitschrift "Opernwelt" am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin mit.

Dreifacher Gewinner ist die Oper Frankfurt: Sie belegt den zweiten Platz und ist damit das wichtigste Opernhaus in Deutschland. Zum dritten Mal in Folge sind die Musiker der Frankfurter Oper das "Orchester des Jahres". Ebenfalls in Frankfurt engagiert ist der "Sänger des Jahres": der Bariton Johannes Martin Kränzle.

Zürcher Interpretation gewinnt Preis

"Regisseur des Jahres" ist Achim Freyer. Ausgezeichnet wurde er für seine Interpretation von Schönbergs "Moses und Aron" am Opernhaus Zürich. Zum besten Dirigenten wurde der Lette Mariss Jansons gewählt. Der "Chor des Jahres" gehört zur Staatsoper Stuttgart.

Die Auszeichnung "Opernhaus des Jahres" vergibt die Zeitschrift "Opernwelt" seit 1994. 2009 und 2010 fiel der Wahl der rund 50 internationalen Kritikerinnen und Kritiker auf das Theater Basel.

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