Cannes - Bastian Baker erobert die Herzen der französischen Teenager: Im südfranzösischen Cannes, wo sich derzeit die internationale Musikbranche auf der MIDEM trifft, trat der Schweizer Singer/Songwriter bei den NRJ Music Awards auf und stellte zudem bei einem exklusiven Live-Gig sein Talent unter Beweis.

Das französische Label Belleville Music, das Bastian Baker in Frankreich betreut, veranstaltete am Sonntagabend, den 27. Januar, im Hotel 3.14 in Cannes ein Showcase-Konzert. Im intimen Rahmen gab der Lausanner vor rund 80 Gästen einige seiner Songs zum Besten, darunter die Hit-Single «I’d Sing For You», «Lucky» und «Tomorrow May Not Be Better». Das Publikum sang textsicher mit. Darüber hinaus spielte Bastian Baker eine berührende Cover-Version des Klassikers «Hallelujah» von Leonard Cohen. «Leonard konnte leider nicht kommen», scherzte der junge Musiker gegenüber der «Nordwestschweiz»..

Immer wieder unterhielt sich Bastian Baker während des rund halbstündigen Auftritts mit seinen Fans, liess sie etwa den nächsten Song seiner Setlist erraten. Zum Schluss präsentierte er einen brandneuen Song, «79 Clinton Street».

Sympathisch und charmant

Sympathisch und charmant überzeugte Bastian Baker mit seiner Stimme, lediglich begleitet von seiner Gitarre. Die vorwiegend weiblichen Fans in der Hotelbar waren sichtlich begeistert. Überall glückliche Gesichter. Nach seinem Auftritt gab der 21-Jährige Autogramme und posierte für Fotos. Zudem stand er den anwesenden französischen Journalisten Rede und Antwort.

Bereits einen Tag vor seinem Gig war Bastian Baker in Cannes auf der Bühne gestanden - und zwar auf einer etwas grösseren. So sang er im Rahmen der NRJ Music Awards, die am 26. Januar im Palais des Festivals vor 2000 Zuschauern verliehen und live im französischen Fernsehen ausgestrahlt wurden, gemeinsam mit einigen Popstars aus Frankreich, darunter M. Pokora, Shy’m und Tal, zu Ehren von Patrick Bruel. Die anderen Sänger kannte Bastian Baker bereits vor dem Auftritt. «Es war toll, das erste Mal mit ihnen gemeinsam zu performen.» War er nicht nervös? «Nein, das war überhaupt nicht stressig, sondern Spass pur!» schwärmt Bastian Baker.

Bastian Baker - Tomorrow May Not Be Better (Live im Salon Bösendorfer in Montreux)

Bastian Baker - Tomorrow May Not Be Better (Live im Salon Bösendorfer in Montreux 2011)

Was fällt ihm leichter: Vor 2000 Zuschauern und einem Millionen Fernseh-Publikum aufzutreten oder in einer kleinen Location wie im Hotel 3.14? «Jedes Konzert ist etwas Besonderes», so der Sänger. «Bei den Auftritten auf grossen Festivals mag ich das Adrenalin und die Energie, die diese Gigs mit sich bringen. An intimen Konzerten schätze ich, dass man die Möglichkeit hat, direkt mit den Zuschauern zu interagieren und schöne Momente zu teilen.» Er beziehe seine Fans bei seinen Shows gerne mit ein und wolle ihnen eine einzigartige Erfahrung bieten. «Meine kleineren Gigs sind oft improvisiert. Bei den grösseren Shows ist alles ziemlich durchgeplant.»

Tounee durch Frankreich und Belgien

Bereits im Dezember vergangenen Jahres trat Bastian Baker im ausverkauften Club «Le Cigale» in Paris auf. Am 24. April steht er als Headliner im legendären Pariser «Olympia» auf der Bühne. Dort traten bereits Grössen wie David Bowie und die Beatles auf. Im April startet Bastian Baker dann eine Tournee durch Frankreich und Belgien.

In den kommenden Monaten hat der Beau einen vollen Terminkalender. Nach seinem Auftritt in Cannes ging es am nächsten Tag weiter zu einem Videodreh, bevor er die Arbeiten an seinem zweiten Album fortsetzt.

Während Bastian Baker in Frankreich trotz erster Erfolge noch am Anfang seiner Karriere steht, hat er in der Schweiz längst den Durchbruch geschafft. Sein Album «Tomorrow May Not Be Better» (Phonag) hält sich seit über einem Jahr in der Hitparade. Zuletzt machte er mit einem Nebenprojekt von sich reden. Gemeinsam mit Stress und Pegasus-Sänger Noah Veraguth nahm er das Album «Noël’s Room» auf, das es auf Platz eins der Schweizer Charts schaffte.