«Diese Nacht steht für Einheit aus Liebe und Toleranz. Europa hat gezeigt, dass wir fortschrittlich denken und in die richtige Richtung gehen wollen.» Das erklärt die strahlende Conchita Wurst nach ihrem Sieg an einer Pressekonferenz.

Wie sie sich fühle, könne sie eigentlich noch nicht in Worte fassen, denn die Worte dafür kenne sie noch nicht. «Es ist überwältigend und ich bin so dankbar.»

Für die glamouröse Dame mit Bart ist mit dem Sieg im Eurovision Song Contest ein Traum in Erfüllung gegangen. Jetzt will sie noch den «Rest der Welt beglücken», wie sie gegenüber «oe24.at» sagt.

Mini-Biografie erfunden

Conchita Wurst ist eine Kunstfigur – geschaffen von Thomas Neuwirth, einem in Gmunden in Oberösterreich geboren 25-Jährigen. Das ist alles andere als ein Geheimnis: Neuwirt hat für Wurst eine Mini-Biografie erfunden. Sie wurde, wie sich auf ihrer Website nachlesen lässt, im «kolumbianischen Hochland» geboren. 

Thomas Neuwirth, der aus einer Wirtshaus-Familie stammt, ist homosexuell – das stellte er in einem Interview gegenüber der «Bild»-Zeitung klar: «Ich bin keine Transsexuelle, sondern ein Mann und werde es bleiben.»

Er plane auch «keine Geschlechtsangleichung», wie er sich ausdrückt. «Ich trage nur gern Frauenkleider, das ist alles.» Seit November ist Neuwirth in einer Beziehung.

Bereits als 14-jähriger Knabe schlüpfte er erstmals in Frauensachen. Geoutet hat er sich 2006, als er in der ORF-Castingshow  «Starmania» den zweiten Platz holte.

Anschliessend gehörte er – als Tom – zur Boyband «Jetzt anders!», der allerdings ein kurzes Bestehen gegönnt war. In die Haut von Conchita schlüpfte er erstmals bei der Talentshow «Die grosse Chance» 2011. Es folgten weitere TV-Auftritte in Formaten wie «Wild Girls – Auf High Heels durch Afrika» auf RTL.

(pz/ldu)

Conchita Wursts Finalshow beim Eurovision Song Contest 2014: «Rise like a Phoenix»