Winehouse' Eltern Mitch und Janis hatten eine private Zeremonie nach jüdischem Ritus geplant. Es erschienen aber auch einige Fans der Sängerin am Friedhof.

Unter den geladenen Gästen war Musikproduzent Mark Ronson, der den grössten Teil des 2006 erschienen Winehouse-Albums "Back to Black" produziert hatte, das der Sängerin zu Weltruhm verhalf. Ausserdem kamen Musiker aus der Band der Sängerin und Reality-TV-Star Kelly Osbourne; letztere trug im Gedenken an ihre verstorbene Freundin eine Bienenstock-Frisur.

Der Freund spricht

Winehouse' Freund Traviss sagte der "Sun", die vergangenen Tage seien für ihn "die Hölle" gewesen. "Ich kann gar nicht beschreiben, durch was ich durchgegangen bin." Amy Winehouse sei ein "wunderbarer, brillianter Mensch" gewesen. "Wir haben einen furchtbaren und verfrühten Verlust erlitten."

Er selber habe seinen "Schatz verloren, den ich sehr liebe." Der Horrorfilm-Regisseur Traviss und Winehouse waren seit zwei Jahren ein Paar. Winehouse hatte sich zuvor nach zwei Jahren stürmischer Ehe im Schnellverfahren von ihrem wegen Körperverletzung und Justizbehinderung inhaftierten Mann Blake Fielder-Civil scheiden lassen.

Warten auf Labor

Winehouse war am Samstag tot in ihrem Wohnhaus im Londoner Stadtteil Camden gefunden worden. Sie starb im Alter von 27 Jahren. Die fünffache Grammy-Gewinnerin hatte seit langem mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen.

Erst im Juni hatte sie zur Vorbereitung auf eine Tournée einen Alkoholentzug in London abgeschlossen. Der Entzug war nicht nachhaltig. Winehouse vergeigte volltrunken den Tour-Start in Belgrad, worauf die restlichen Konzerte abgesagt wurden.

Ob Suchtmittel bei Winehouse' Tod eine Rolle spielten, wird erst in zwei bis vier Wochen bekannt werden, wenn die histologischen und toxikologischen Untersuchungen abgeschlossen sind. Die Obduktion vom Montag ergab keine Klarheit.

Geschäfte machen mit dem Tod

Der US-Softwareriese Microsoft entschuldigte sich derweil für eine über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter verschickte Werbebotschaft, in der Winehouse-Fans nach dem Tod der Sängerin zum kostenpflichtigen Herunterladen des Albums "Back to Black" aufgerufen wurden. Angeblich sei das nicht "geschäftlich motiviert" gewesen.