Festivalbilanz

75000 Gäste am Eidgenössischen Volksmusikfest in Chur

75'000 Gäste haben am Wochenende das Eidgenössische Volksmusikfest in Chur besucht - 5000 mehr als vor vier Jahren in Stans, als der Anlass noch «Eidgenössisches Ländlermusikfest» hiess. Allein den Festumzug vom Sonntag verfolgten 20'000 Schaulustige.

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf bezeichnete am Festakt vor dem Umzug die Volksmusik mit ihrer Kombination aus Tradition und Offenheit für Neues als unverzichtbaren Träger der Schweizer Volkskultur. Anschliessend wagte sie ein lüpfiges parteiübergreifendes Tänzchen mit SP-Regierungsrat Martin Jäger, wie die Veranstalter am Sonntag mitteilten.

Unter dem Motto "Volksmusik grenzenlos" boten seit Freitag 300 Formationen auch moderne Strömungen der Volksmusik. In 500 Konzerten - 200 davon openair in der Churer Altstadt - wurde neben klassischer Ländlermusik auch Volksmusik mit jazzigen, folkigen und poppigen Einflüssen gespielt.

Erst in vier Jahren wieder

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) nahm das Fest zum Anlass, erstmals seit zwanzig Jahren wieder eine volkstümliche Live-Sendung am Samstagabend auszustrahlen. Radio DRS und Musikwelle kürten währenddessen die besten Nachwuchsformationen: Die Geschwister Linder aus Teufen AR gewannen in der Sparte Instrumentale Volksmusik, das Jugendchörli Appenzell in der Sparte Jodel.

Das Fest der Volkskultur findet nur alle vier Jahre statt. Es wurde zum elften Mal durchgeführt, erstmals unter der Bezeichnung "Eidgenössisches Volksmusikfest". Zuvor fand der Grossanlass als "Eidgenössisches Ländlermusikfest" statt, letztmals 2007 in Stans.

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