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Moderator André Marty verlässt das Schweizer Fernsehen

André Marty

André Marty

Ein Aushängeschild des Schweizer Fernsehens geht: André Marty. Der frühere Nahostkorrepsondent wird per April 2012 Kommunikationsbeauftragter der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza).

Er blickt auf eine lange Karriere zurück, arbeitet André Marty doch seit 1996 für Schweizer Radio und Fernsehen. Nach seiner Karriere bei verschiedenen Schweizer Zeitungen war der Walliser SF-DRS-Korrespondent in Italien, Medientrainer in der Ausbildung sowie Redaktor bei «10vor10», Nahostkorrespondent mit Sitz in Tel Aviv (2004 bis 2010). Im vergangenen Jahr berichtete er zudem als Sonderkorrespondent von den Revolten in Ägypten, Tunesien und Marokko.

Das Fernsehen verliert mit Marty nicht nur einen kompetenten Kenner der Nahostszene, sondern auch ein hervorragend vernetzten Journalisten. Der gebürtige Walliser erhielt für seine journalistischen Arbeiten diverse Preise, so 1998 den Innerschweizer Journalistenpreis für seine Recherchen zu Immobilienspekulationen und einen daraus resultierenden Bankencrash, wurde 2006 als «Reporter des Jahres» geehrt und war Träger des katholischen Medienpreises 2009. Im Sommer 2010 stiess der studierte Journalist und Absolvent des Interdisciplinary Center Herzliya in Israel als Moderator und Redaktor zur «Tagesschau».

Marty selbst sagt zu seiner beruflichen Neuorientierung: «Meine Jahre im Journalismus und insbesondere meine Tätigkeit im Ausland verbinde ich mit eindrücklichen Begegnungen mit verschiedensten Menschen und nicht immer unproblematischen Kontexten: ein Privileg, für das ich dankbar bin und das mich stark geprägt hat. Als Kommunikationsbeauftragter der Deza werde ich eine neue Aufgabe übernehmen, die meine Medien- und Auslandserfahrung sowie mein Interesse für politische Zusammenhänge und die internationale Zusammenarbeit kombinieren.» (cls)

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