Kolumne

«Künzlis Playlist»: Das sind die besten Songs vom Eurovision Song Contest

Erinnerung an letztes Jahr: Luca Hänni beim Eurovision Song Contest.

Erinnerung an letztes Jahr: Luca Hänni beim Eurovision Song Contest.

Unser Kulturredaktor schreibt in seiner aktuellen Kolumne über den Schweizer Beitrag zum ESC, der dieses Jahr leider abgesagt wurde.

, sagt Produzent Pele Loriano. In seinem Songwriter Camp der Suisa ist der diesjährige Schweizer Song «Répondez-moi» mit Gjon’s Tears entstanden. Tatsächlich hätte der Song gute Chancen gehabt: In den Wettbüros wurde er in den Top 3 gehandelt. «Gjon singt so gut. Er hätte sich an die Spitze geknallt», ist Loriano überzeugt. Auch in unserer Rangliste der besten Songs von 2020 steht der Song zuoberst (siehe rechts).

Corona hat die Schweizer Sieg-Träume zerstört. Denn die ESC-Regeln erlauben im nächsten Jahr keine «alten» Songs. Den Ausschlag für den Entscheid haben wichtige ESC-Länder gegeben, die nicht auf ihre nationalen Selektionsshows wie das «Melodifestivalen» in Schweden oder das «Sanremo-Festival» in Italien verzichten wollten. SRF unterstützte den Entscheid:

, heisst es. Zudem hätte ein ESC mit alten Songs «seinen Reiz verloren». Die Spannung bei der Veröffentlichung der ESC-Songs sei «immer sehr gross». Mit alten Songs hätte dies gefehlt.

Die Schweiz verzichtet für 2021 auf eine nationale Ausscheidung und tritt mit Gjon’s Tears an. «Er ist ein Ausnahmekünstler mit einem unglaublichen Stimmumfang. Er schafft es, Emotionen über seine Stimme zu transportieren und Menschen aller Nationen zu berühren», sagt SRF, «wir sind deshalb zuversichtlich, auch 2021 mit einem beeindruckenden Gesamtpaket antreten zu können.»

Pele Lorianos Job ist es, «noch einmal so einen Song zu ermöglichen». In Sessionen mit internationalen und nationalen Songschreibern wird Gjon Songs für seine aussergewöhnliche Stimme schreiben. Wie in den letzten Jahren bewerten danach eine Zuschauerjury und eine internationale Fachjury die Songs und entscheiden, mit welchem Song die Schweiz antritt. «Répondez-moi» zu kopieren, macht für Loriano keinen Sinn. «Das Magische kannst du nicht programmieren, doch wir sind überzeugt, dass es wieder sehr gut wird», sagt er und fügt an: «Ich höre erst auf, wenn ich den Contest gewonnen habe.»

Gjon’s Tears: Répondez-moi (Schweiz)

Daði og Gagnamagnið: Think About Things (Island)

The Mamas: Move (Schweden)

Little Big: Uno (Russland)

Efendi: Cleopatra (Aserbaidschan)

Victoria: Tears Getting Sober (Bulgarien)

Jeangu Macrooy: Grow (Holland)

Eden Alene: Feker Libi (Israel)

Hooverphonic: Release Me (Belgien)

Vincent Bueno: Alive (Österreich)

Natalia Gordienko: Prison (Moldawien)

Go_A: Solovey (Ukraine)

Tom Leeb: Mon alliée (Frankreich)

Alicja: Empires (Polen)

ROXEN: Alcohol You (Rumänien)

Destiny: All Of My Love (Malta)

Ben Dolic: Violent Thing (Deutschland)

Diodato: Fai Rumore (Italien)

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Autor

Stefan Künzli

Stefan Künzli

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