Zwei Gärtnereien im Kanton Zürich testen für eine Arbeitsgruppe der Kantone Warn-Etiketten an problematischen Pflanzen, wie die NZZ am Sonntag schreibt. «Diese Pflanze kann sich in der Natur unkontrolliert verbreiten», steht auf Etiketten an Kirschlorbeer, armenischer Brombeere, Sommerflieder und Henrys Geissblatt. Sie stehen allesamt auf der schwarzen Liste und dürfen nur im eigenen Garten angepflanzt werden. Und nur wenn Triebe und Blüten regelmässig abgeschnitten, Beeren eingesammelt und Abfälle nicht auf den Kompost geworfen werden.

Vorerst handelt es sich um einen Testlauf im Garten-Center Meier in Dürnten und den Kunz Baumschulen in Uster. «Wir suchen nach einer pragmatischen Lösung für die Umsetzung der Informationspflicht der Gärtner», sagt Daniel Fischer vom Zürcher Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, gegenüber der «NZZ am Sonntag». Begleitet wird der Versuch von Franziska Humair vom Lehrstuhl für Konsumentenverhalten der ETH.

Vorsichtsmassnahme oder heisse Luft?

Sollte er sich als Erfolg herausstellen, könnten die Schilder bald schweizweit an Pflanzen hängen, denen ein Gefahrenpotenzial für Mensch oder Umwelt zugeschrieben wird. «Wir halten wenig von Warn-Etiketten», sagt indes Andres Altwegg von JardinSuisse, dem Unternehmerverband der Gartenbranche. Die Informationspflicht liesse sich weder durchsetzen noch kontrollieren. Den Gärtnern entstehe viel Aufwand, der wenig Wirkung zeige.