"Hunkeler"-Autor

Hansjörg Schneider lässt sich vom Alter nicht einschüchtern

Nicht Kommissar Hunkeler, sondern Hansjörg Schneider (Archiv)

Nicht Kommissar Hunkeler, sondern Hansjörg Schneider (Archiv)

Kommissar Hunkeler ist seine erfolgreichste Figur. So erfolgreich, dass die Leute den Schriftsteller Hansjörg Schneider bisweilen gar mit «Herr Hunkeler» ansprechen. Doch während der Kommissar in Pension geht, denkt sein Erschaffer wohl ans Alter, nicht jedoch ans Aufhören.

Mit 70, da habe er sich noch kaum Gedanken übers Alter gemacht, sagt Hansjörg Schneider der "Schweizer Familie". Jetzt, mit 73, haben sich aber einige Dinge geändert: "Mein Kopf arbeitet langsamer. Wenn ich Jungen etwas erzählen will, komme ich bei ihrem Tempo kaum mehr zu Wort", sagt der Roman- und Theaterautor.

Keine Angst vor dem Tod

Auch körperlich geht es nicht mehr so wie früher: "Nach einen dreistündigen Spaziergang bin ich ziemlich kaputt. Ich schaue mir zu und frage mich manchmal: Kann ich die Jahre, die noch kommen, an beiden Händen abzählen oder nur noch an einer?" Doch Angst vor dem Tod hat Schneider nicht: "Sterbe ich dereinst kerngesund im Bett an einem Herzversagen, geht das in Ordnung", sagt der Vater von zwei Kindern.

Allen Gedanken an das Ende zum Trotz, die Schreibarbeit lässt sich der Wahlbasler nicht nehmen: "Als Schriftsteller habe ich einen riesen Vorteil. Ich kann so lange machen, wie ich will. Deshalb ist es mir nie langweilig." Überhaupt schaut der Autor gelassen in die Zukunft: "Meine Lebensfreude ist ungebrochen. Was kommt, kommt. Es weiss kein Mensch, was auf ihn wartet."

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