Schönheitskönigin

Grosse Motivierungsaktion für die vielfach kritisierte Miss Schweiz

Miss Schweiz schlittelt mit Asylbewerber - ohne Sponsor! (Archiv)

Miss Schweiz schlittelt mit Asylbewerber - ohne Sponsor! (Archiv)

Zu ihrer Amtszeit-Mitte hat Miss Schweiz Laetitia Guarino am Wochenende einen Motivationsstupf erhalten: eine extra Website «http://www.miss.ch/6monate» mit Gratulationsvideo. Sie kann es gut gebrauchen, denn keine ihrer Vorgängerinnen wurde so kritisiert wie sie.

Man wirft ihr unter anderem vor, dass sie nicht gut Deutsch spreche, sich nicht genug einsetze und zu wenig in der Öffentlichkeit präsent sei - und wenn, dann hauptsächlich als Manövriermasse der Werbewirtschaft.

Im Video dagegen loben die beiden Ex-Missen Christa Rigozzi und Whitney Toyloy die "Princess of Switzerland": Sie mache ihre Sache "supergut" und soll sich selbst bleiben. Auch Guarinos Freund Stefano gratuliert zur Halbzeit - er ist nie weit weg, wenn irgendwo eine Kamera läuft. Die übrigen Gratulanten sind Fotografen, die mit Shootings von Laetitia gut verdienen.

Dazu enthält die Seite ein Interview mit Claudio Righetti, dem Verwaltungsrat der Miss Schweiz Organisation und kreativen Kopf hinter der Neuausrichtung der Miss Schweiz Wahl. Er betont einmal mehr, dass sich keine Miss Schweiz derart für wohltätige Anliegen eingesetzt habe wie Guarino.

Das stimmt insofern, dass ein grosser Teil der Gagen, die Guarino für Werbung erhält, der Corelina-Stiftung für das Kinderherz zugute kommt. Und so wird denn geworben auf Teufel komm raus. Selbst auf der Gratulations-Website vergisst Miss Schweiz nicht, zu erwähnen, dass sie ihre Schönheit einer Hautcrème ihres Hauptsponsors verdankt.

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