Das Festival auf dem Zofinger Hausberg ist eines der grössten der Schweiz, zieht jährlich rund 35 000 Besucher an und präsentiert regelmässig Grössen aus der nationalen und internationalen Musikszene. Auch drei spannende Bands aus der Region haben dieses Jahr ihr Heitere-Debüt.

Die Pedestrians aus Baden mischen Reggae, Ska und Pop. Mal mit etwas mehr, mal etwas weniger Pop. Nach drei EPs erscheint im September ihr erstes Album, produziert vom Schweizer Reggae-Musiker Dodo und von den Fans sehnlichst erwartet. Bereits ihr letztes Mini-Album und die Single «Is it Love» ist aus der Zusammenarbeit mit Dodo entstanden. Einen Vorgeschmack auf das neue Album gebe es bereits am Samstag für die Heitere-Besucher, verspricht Sänger Mike Bill am Telefon. Die Band ist in der Woche vor dem Festival auf Tour in Italien unterwegs.

«Am Heitere müssen wir liefern»

«Wir haben diesen Sommer schon viele kleinere Konzerte gespielt und sind jetzt aufgewärmt und bereit für den Heitere», so Bill. Die Band freut sich auf das Heimspiel, auf bekannte Gesichter und darauf, einmal nach einem Gig zu Hause übernachten zu können. Doch auch eine gewisse Ehrfurcht hört man aus der Stimme des Sängers heraus: «Das ist eine der grössten Shows des Sommers, wir müssen liefern.»

Der Aarauer Nick Mellow absolvierte in Zofingen seine Ausbildung.

Der Aarauer Nick Mellow absolvierte in Zofingen seine Ausbildung.

Gleich drei Shows abliefern wird Nico Breuninger alias Nick Mellow, der am Sonntagnachmittag die Campfire-Bühne bespielt. «Diese Auftritte finden eher im intimen Rahmen statt und leben von Spontanität», erklärt der Sänger. Diese Art von Auftritten machen ihm genauso viel Spass wie auf einer Bühne. «Ich bin sicher, es werden unvergessliche Erinnerungen entstehen». Der Aarauer Singer-Songwriter mit der sanften, warmen Stimme macht Pop mit Folk-Einflüssen, brachte 2018 sein Debüt-Album «Wait & See» heraus und schaffte es damit auf Anhieb in die Top 20 der Schweizer Albumcharts.

Den Heitere kennt Nick Mellow nur zu gut: «Meine Grosseltern wohnten in einem Nachbardorf von Zofingen. In Zofingen selbst machte ich meine Ausbildung in einem Musikladen.»

Ziel: Ein Auftritt auf der Hauptbühne

Ans Festival selbst hat er es als Zuschauer noch nie geschafft, wird es nun als Künstler zum ersten Mal besuchen. Sein klares Ziel: eines Tages als Hauptact auf der grossen Bühne zu spielen.

Für Memory of an Elephant liegt das Heitere Open Air «fast in unserem Vorgarten». So schreibt zumindest Leadsänger Alain Vonesch. Die Oltner Band entstand 2011 als Singer-Songwriter-Duo und entwickelte sich seither zur American-Folk-Formation. Als «Jugendlich-frech» bezeichnen sie ihren Sound auf der Band-Website. Diesen Frühling erschien sowohl die neue Single «Barrington» als auch die EP «34/55».

Memory of an Elephant kommen aus Olten. Sie spielen lieber auswärts.

Memory of an Elephant kommen aus Olten. Sie spielen lieber auswärts.

Memory of an Elephant hatten bereits zahlreiche Auftritte an renommierten Festivals wie dem Gurten, dem Songbird-Festival Davos oder dem Zermatt unplugged. Mit dem Heitere kommt nun ein weiteres auf die Liste. «Ich denke, wir werden ein paar CDs verschenken, sonst machen wirs wie immer», so Sänger Vonesch. Wie immer, das heisst: «Abliefern, und danach feiern.» Es sei ein Privileg, am Heitere zu spielen, auch wenn die Band eigentlich lieber weiter weg von zu Hause Auftritt. «Das ist meist spannender.»