Kultur

Für den Schweizer Buchhandel war 2019 ein erfolgreiches Kapitel

Im vergangenen Jahr sind gemäss dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband wieder vermehrt Buchhandlungen eröffnet worden.

Im vergangenen Jahr sind gemäss dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband wieder vermehrt Buchhandlungen eröffnet worden.

Auch 2019 wurden weniger gedruckte Bücher verkauft, aber die Umsätze stiegen erstmals seit 2013 wieder leicht an. Unter den Topsellern sind erfreulich viele Schweizer Autoren.

(mg) 2019 wurden in der Deutschschweiz gut 14 Millionen gedruckte Bücher verkauft. Der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband spricht in einer Mitteilung vom Dienstag von einer «Trendwende». Zwar gab es mengenmässig immer noch einen minimen Rückgang (-1,6 Prozent) aber der Umsatz stieg erstmals seit 2013 wieder leicht an (+1,1 Prozent).

Neben den Umsätzen stimmen den Verband auch die Aussicht auf die Entwicklung der verkauften Mengen hoffnungsvoll. Die Umsätze der Schweizer Online-Buchhändler seien gewachsen und konnten sich gegen ausländische Konkurrenten behaupten. Zudem zeige auch der stationäre Buchhandel mit neu eröffneten Filialen Optimismus.

Grund für die guten Zahlen ist auch die Entwicklung bei den Bücherpreisen, diese sind in den letzten vier Jahren schrittweise gestiegen, schreibt der Verband. Der Durchschnittspreis eines gedruckten Buches lag 2019 bei 21,15 Franken. Im Vorjahr waren es noch 20,50 Franken.

Kassenschlager Asterix

Ein knapper Drittel aller verkauften Bücher sind Romane, dahinter folgen Sachbücher/Ratgeber mit 24,1 Prozent Marktanteil und Kinder- und Jugendbücher (22,9 Prozent). Unter den umsatzstärksten Büchern war letztes Jahr der neue Asterix Band «Die Tochter des Vercingetroix».

Erfreuliche Zahlen gibt es auch für Schweizer Autoren. Im Bereich Belletristik finden sich gleich drei Schweizer unter den Top 5 : «Das Verschwinden der Stephanie Mailer» von Joël Dicker, «Tochter des Geldes» von Eveline Hasler und «Allmen und der Koi» von Martin Suter.

«Stabil in einem schwierigen Marktumfeld» seien die Deutschschweizer Verlage, schreibt der Branchenverband. Der Umsatzanteil der Schweizer Verlage an den verkauften Büchern im Sortimentsbuchhandel in der Deutschschweiz liege fast unverändert bei 17,2 Prozent. In Deutschland haben die Schweizer Verlage einen Marktanteil von 2,7 Prozent.

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