Die vierte Folge des neuen Schweizer TV-Krimi «Der Bestatter» endet fulminant. Es ist vorläufig die letzte Folge des Aarauer Krimis. Gemäss Schweizer Fernsehen SRF sind die Reaktionen der Zuschauer gut bis sehr gut. Doch die Zukunft der TV-Serie ist nach wie vor fraglich.

Entscheidend sind die Quoten. Die Vorgaben sind klar und hart. «Es gibt Fortsetzungen, wenn die Quote höher ist als bei einer eingekauften deutschen Krimiserie», sagte Hauptdarsteller Mike Müller der «Nordwestschweiz» noch vor dem Start des Krimis. Sonst lohne sich die Investition für das Schweizer Fernsehen nicht. «Schon eine gleich gute Quote reicht nicht. Wir müssen besser sein als die Deutschen», erklärte Müller weiter, «die Aufgabe ist nicht leicht, denn sie verstehen das Krimifach, und die Zuschauer am Krimiabend Dienstag sind Krimi-Kenner».

Doch ausgerechnet jetzt liefert die Mediapulse AG, die im Auftrag von SRF die Fernsehquoten ermittelt, keine Quoten. Schuld ist die Umstellung auf eine neue Berechnungsmethode seit Anfang Januar.

Probleme noch nicht gelöst

«Die technischen Probleme sind isoliert, und wir sind daran, sie zu lösen», sagt Mediensprecher Nico Gurtner von Mediapulse auf Anfrage, «wir gehen davon aus, dass wir die Daten bis Ende Januar liefern können». Die Gründe für die Panne seien «hoch komplex». Gurtner betont, dass «die Qualität der Daten oberste Priorität» haben. Es habe noch einige Unsauberkeiten in den Daten. «Die Daten müssen fehlerfrei sein, erst dann geben wir sie raus», sagt er weiter.

Das Zittern um den «Bestatter» geht also weiter.