Er ist dem Publikum hauptsächlich bekannt als Auslandkorrespondent: der Walliser André Marty. Früher zugeschaltet aus Italien, fiel er neben seiner fachlichen Kompetenz mit chicer Kleidung und jeweils passendem Schal auf. Danach prägte der 45-Jährige während mehrerer Jahre die Berichterstattung aus dem Nahen Osten für das Schweizer Fernsehen.

Seit Mitte Februar wird Marty, der mehrfach mit Medienpreisen ausgezeichnet wurde, nicht mehr aus dem Ausland zugeschaltet – er steht gleich selbst im «Tagesschau»-Studio als neuer Moderator der «Tagesschau Mittag»  und «Tagesschau Nacht».

Rudern mit den Armen

Auch dort fällt der Newsmann auf – jedoch bis jetzt weniger durch seine Eloquenz, sondern vor allem durch seine Gestik. So zum Beispiel in der Mittags-Tagesschau vom Samstag, als er bei einem Beitrag zum Thema Scrabble plötzlich mit dem Finger auf die Kamera zeigt.

Überhaupt hat er Mühe, seine Hände im Zaun zu halten. Im Gespräch mit China-Korrespondentin Barbara Lüthi holt er immer wieder mit den Armen aus, rudert, schwingt und lässt sie wieder fallen. Zudem hält er sich ständig an seinen Moderationsblättern fest – auch bei der Verabschiedung vom Publikum, als er mit dem Blätterstapel erneut in die Kamera zeigt.

Eigentlich sollte Marty, der als Medientrainer zur Zeit noch in Ausbildung ist, wissen, dass zu viel Arm- und Handeinsatz die Zuschauer nervös machen kann. Doch offenbar muss sich der Walliser noch an seinen Job als Moderator gewöhnen – oder er macht das Gestikulieren gleich zu seinem Markenzeichen. Dann einfach bitte ohne Fingerzeig. (jep)