Hund gequält?

Wegen dieses Videos: Auch Schweizer Kinos in Tierschutz-Kritik

Hat er Angst oder einfach keineLust? Schäferhund «Hercules» wehrt sich mit allen vier Beinen dagegen, dass ihn ein Mann ins Wasser bugsieren will.

Hat er Angst oder einfach keineLust? Schäferhund «Hercules» wehrt sich mit allen vier Beinen dagegen, dass ihn ein Mann ins Wasser bugsieren will.

Diese Woche startete der Hollywood-Film «Bailey – Ein Freund fürs Leben» in den Schweizer Kinos. Ein klassischer Familienfilm mit putzigen Hunden. Doch Tierschützer jaulen auf. Während der Dreharbeiten soll ein Hund gequält worden sein.

 «Wir haben uns an die Schweizer Kinobetreiber Kitag und Pathé gewandt und sie gebeten, den Film nicht zu zeigen», sagt Peter Höffken von der internationalen Tierschutz-Organisation Peta.

Grund der Intervention: In den USA kam es zu einer heftigen Debatte über den Film, nachdem Videomaterial der Dreharbeiten aufgetaucht war. Es zeigte, wie ein Schäferhund gezwungen wurde, in tosendes Wasser zu springen (Video oben). Für Höffken offenbaren die Aufnahmen, dass das Tier völlig verängstigt war.

Im Trailer zum Film ist die fertige Szene ab Minute 1:34 zu sehen.

Im Trailer zum Film ist die fertige Szene ab Minute 1:34 zu sehen.

Kitag verzichtet auf Boykott

Das US-Filmstudio Universal hatte darauf die Premiere des Films abgesagt und eine Untersuchung angekündigt. In Deutschland haben verschiedene Kinobetreiber auf eine Vorführung des Films verzichtet.

Die Kinokette Pathé zeigt ihn dennoch. Auf Anfrage will sie sich zum Thema nicht äussern. Die Swisscom-Tochter Kitag, die «Bailey» ebenfalls nicht boykottiert, verweist auf eine Stellungnahme des Verleihers Constantin Film.

Computeranimation statt Lebewesen

Dort heisst es, die Videoausschnitte würden einen falschen Eindruck vermitteln. Der Hund sei auf Wasser-Stunt-Szenen trainiert. Der Produzent habe allerdings eingeräumt, dass es in der besagten Szene falsch war, ihn dennoch ins Wasser zu drücken.

Peta-Sprecher Peter Höffken sagt, man setze sich dafür ein, dass Tiere in Zukunft nicht mehr für solche Aufnahmen benutzt würden. «Mit der Computeranimation steht heutzutage eine tierfreundliche Alternative zur Verfügung.»

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