Ohne Schnitter Tod gäbe es keine Bestatter. Und ohne einen Mord keine Krimiserie über den Bestatter Luc Conrad. Der Schauspieler Mike Müller spielt diesen mit grossen Erfolg. Die in Aarau spielende Serie des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) ist ein Quotenhit. Jede Folge erreichte im vergangenen Januar einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent.

Daher hoffte SRF, endlich einen Sponsor für die Serie zu finden. Doch dies gelang bis heute nicht, wie die «Berner Zeitung» berichtet. «Ein Sponsoring-Engagement zielt auf einen Image-Transer ab», sagt Romi Hofer, Sprecherin der Firma Publisuisse. Sie vermarktet die Werbezeit auf den Sendern der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG).

Ein Sponsor wolle nicht mit einem «negativ behafteten Ausdruck» in Verbindung gebracht werden. Sprich: Mit einem Bestatter. Nicht einmal Vertreter der Branche wollen sich beim «Bestatter» engagieren. Werner Wilhelm, Präsident des Branchenverbands, sagt, das bringe nichts: «Werbung ist für einen Bestatter nur regional sinnvoll.»

Dabei wäre das Sponsoring eigentlich ein Schnäppchen. Es soll für sechs Folgen laut gut unterrichteten Kreisen nur rund 15000 Franken kosten.