Am kommenden Samstag gehts wieder los, die zweite Staffel von «The Voice of Switzerland» flimmert über die TV-Kiste. Die besten Gesangstalente der Schweiz versuchen ab Samstag (20.10 Uhr, SRF 1) das Publikum sowie die vier bekannten Coaches Stefanie Heinzmann, Stress, Marc Sway und Philipp Fankhauser mit ihrem Können zu überzeugen.

Wer die Castingshow am Ende gewinnt, erhält einen Plattenvertrag bei Universal Music Schweiz. Klingt lukrativ. Ist es aber nicht, wie Recherchen von der Zeitung «Schweiz am Sonntag» zeigen.

So müssen sämtliche Teilnehmer, bevor sie den ersten Ton singen, zwei mehrseitige Kontrakte unterzeichnen. Darin werden etwa die Mitwirkung an der Show, die Übertragungsrechte, das Merchandising, das Booking und die Konzerte bis ins letzte Detail geregelt.

Für die Produktion der Sendung müssen die Gesangstalente fünf bis maximal 26 Tage aufwenden. Für den grossen Aufwand werden ihnen lediglich Reise- und Übernachtungskosten sowie Verpflegung bezahlt.

Wer die Show schlussendlich gewinnt, ist noch lange kein Michael Jackson oder eine Madonna, bis zum Pop-Millionär ist es ein weiter Weg.

So sind etliche Firmen am Ertrag der Songs des Musikers beteiligt. Gerade mal 15 Rappen pro verkauften Song - etwa diejenigen, die bei iTunes heruntergeladen werden - erhält der Gewinner auf sein Konto vergütet. Auch von den Gagen bei Liveauftritten, die zwischen 500 Franken und rund 5000 Franken variieren, muss der Sänger mindestens 20 Prozent abtreten, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet.

Bei der Produktionsfirma «Constantin Entertainment» weist man auf Anfrage von «Schweiz am Sonntag» daraufhin, dass es sich bei den Kontrakten um «ganz normale Verträge» handle. Die Verträge seien in ähnlicher Form schon bei «Voice of Germany» zur Anwendung gekommen und seien von einem Schweizer Anwalt geprüft und nicht beanstandet worden. (nch)