Den Entscheid sei gemeinsam mit den Verantwortlichen des Westschweizer und Tessiner Fernsehens nach der diesjährigen Wahl vom vergangenen Wochenende gefällt worden, heisst es in der Mitteilung. Zum Entscheid beigetragen hat nicht zuletzt der negative Trend bei den Einschaltquoten sowie die sinkende Akzeptanz des Publikums.

Wenig Interesse an Alina Buchschacher

Die Wahl der 20-jährigen Alina Buchschacher aus Bern interessierte am vergangenen Samstag in der Deutschschweiz gerade mal 25,7 Prozent all jener, die vor dem Fernseher sassen. Das heisst: 74,3 Prozent der Zuschauer verbrachten ihren Abend lieber auf einem anderen Sender als auf SF zwei.

Bereits aus dem Programm gekippt wurde auch die Mister-Schweiz-Wahl. Weil der Marktanteil der diesjährigen Ausgabe auf nur noch 26,3 Prozent absackte, entschloss sich das Schweizer Fernsehen im Mai, die Show nicht mehr auszustrahlen.

Der Privatsender 3+ gewährte den schönen Männern daraufhin Asyl und unterschrieb mit der Mister Schweiz Organisation einen Dreijahresvertrag. Damit haben die Mister weiterhin eine Plattform und 3+ die erste grosse Samstagabend-Show in ihrem Programm.

Ob künftig auch die Wahl der schönsten Frau über den Privatsender flimmert, steht noch nicht fest. 3+-Chef Dominik Kaiser zeigte sich auf Anfrage aber offen dafür. "Wir würden uns freuen, die Miss-Schweiz-Wahl künftig auf unserem Sender zu zeigen", sagte er.