Neuer Tiefpunkt für Roger Schawinski. Die SF-Talkshow des Zürcher Medienpioniers und Journalisten vom vergangenen Montagabend erreichte einen Marktanteil von gerade einmal 12,8 Prozent - und dies, obwohl Schawinski mit dem umstrittenen Genfer Soziologen und Kapitalismus-Kritiker Jean Ziegler einen vermeintlich zugkräftigen Gast in seine 5. Sendung eingeladen hatte.

Gestartet war Schawinski am 22. August mit einem Marktanteil von 18,3 Prozent. Doch bereits die Folge vom vorvergangenen Montag, als der Talkmaster dem Aargauer SP-Nationalratskandidaten Cédric Wermuth auf den Zahn fühlte, erreichte nur noch 13,9 Prozent aller TV-Zuschauer.

Schwache Quote trotz fehlender Konkurrenz

Der erneute Rückgang der Quote des Schawinski-Talks dürfte im Leutschenbach noch zu reden geben - zumal der tiefe Marktanteil auch nicht auf ein gleichzeitig auf SF 2 laufendes Sport-Ereignis zurückgeführt werden kann.

Gegenüber der «SonntagsZeitung» betonte Chefredaktor Diego Yanez am vergangenen Wochenende zwar, es sei noch zu früh, um eine erste Bilanz zum Prestige-Format «Schawinski» zu ziehen. Der SF-Kadermann sagte aber auch klipp und klar: 13,9 Prozent Marktanteil, wie beim Talk mit Cédric Wermuth, wären «im Schnitt sicher zu tief». (bau)