Mehrere Dienstleistungen wie der Reinigungs- und Sicherheitsdienst seien an externe Gesellschaften vergeben worden, die Personal mit niedrigeren Löhnen einstellen, erklärte Loach. "Die Tatsache, dass in ganz Europa verstärkt auf Personalkürzungen und Auslagerungen gesetzt wird, macht dieses System nicht akzeptabler", erklärte der Regisseur in einem Brief an die Veranstalter des Festivals.

Diese wiesen die Vorwürfe Loachs entschieden zurück. Der Regisseur sei schlecht informiert worden. Die Verträge für die Reinigungs- und Sicherheitsdienste des Turiner Museums, das das Filmfest veranstaltet, seien nach dem italienischen Recht abgeschlossen worden.

Loachs Absage ist ein harter Schlag für das Turiner Festival, das dieses Jahr stark die Konkurrenz des am 17. November zu Ende gegangenen Filmfests in Rom zu spüren bekommen hat.

16 Filme gehen bis zum 1. Dezember beim Turiner Filmfestival ins Rennen. Präsident des Festivals ist der Regisseur Gianni Amelio. Er wird im kommenden Jahr von seinem Kollegen Gabriele Salvatores ersetzt.