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Regisseur Ettore Scola beendet nach 30 Filmen seine Karriere

Ettore Scola zieht sich aus dem Filmbusiness zurück (Archiv)

Ettore Scola zieht sich aus dem Filmbusiness zurück (Archiv)

Der italienische Regisseur Ettore Scola gibt nach 30 Filmen und einer 50-jährigen erfolgreichen Karriere seinen Beruf auf. «Ich kann die Welt des Films nicht mehr wie früher mit Leichtigkeit und Freude geniessen», begründete der 80-Jährige diesen Schritt gegenüber der römischen Tageszeitung «Il Tempo».

"Es dominiert die Logik der Produktion und des Vertriebs. Für mich ist es aber von wesentlicher Bedeutung, frei zu arbeiten. Ich fühlte mich zuletzt verpflichtet, bei der Produktion eines Films Prozeduren zu folgen, die mich nicht mehr frei fühlen lassen", sagte er im Interview.

"Ich wollte noch einen Film mit Gérard Depardieu drehen. Es war schon alles vorbereitet, doch am Ende habe ich dazu keine Lust mehr gehabt. Es war ein natürlicher Beschluss aufzuhören", meinte der Autor unvergesslicher Filme wie "Una giornata particolare" mit Sophia Loren und Marcello Mastroianni.

1954 hatte Scola begonnen, für Regisseure wie Mauro Bolognini und Dino Risi als Autor tätig zu werden. Die schwarze Komödie "Dramma della gelosia - Tutti i particolari in cronaca" ("Eifersucht auf Italienisch") mit Marcello Mastroianni und Monica Vitti in den Hauptrollen brachte ihm 1970 knapp 40-jährig den Durchbruch.

Mit seiner vitalen Groteske "Brutti, sporchi e cattivi" (Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen) gewann er 1976 in Cannes die Goldene Palme für die beste Regie. Für "Una giornata particolare" gab es 1977 den Spezialpreis der Jury in Cannes und eine Oscar-Nominierung für den besten ausländischen Film.

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