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Perfektes Video zum Wochenende-Start: Was zum Teufel habe ich mir gerade angeschaut

late for meeting

late for meeting

Der Titel des Youtube-Videos ist «Late for meeting». Tönt belanglos – ist er auch. Aber das Video des 32-jährigen amerikanischen Regisseurs und Animations-Künstlers David Lewandowski selbst überrascht und hinterlässt uns mit einer Frage: What the f**k ist das?! Hier eine Erklärung.

2010, als David Lewandowski 24 Jahre alt war, erhielt der in Puerto Rico geborenen und in Florida aufgewachsene Filmkünstler die Chance für den Film «Tron: Legacy» animierte Grafiken zu erschaffen. Damals lebte der Schulabbrecher und Autodidakt bereits seit acht Jahren in Los Angeles und arbeitete als Grafiker für TV-Werbungen.

TRON: LEGACY Official Trailer

TRON: LEGACY Official Trailer

Nach dem Filmprojekt beschloss Lewandowski, sich Zeit für ein persönliches Projekt zu nehmen: Er wollte nicht nur als Grafiker agieren, sondern auch als Regisseur.

Sein Projekt sollte alles das sein, was der Film «Tron: Legacy» nicht war: persönlicher und erfüllter. Er wollte einen Kurzfilm schaffen, der sich wie ein Kunstwerk anfühlt, wie er dem «Wired-Magazin» vor drei Jahren verriet. Das Ergebnis war «Going to the store» – möglicherweise etwas des Seltsamsten, dass 2011 ins Internet geladen wurde und bis heute knapp 26 Millionen mal angeschaut wurde.

going to the store – normal guy normal walk

going to the store – normal guy normal walk

Über eine muntere Synthesizer-Melodie zeigt der 50-sekündige Clip einen computergenerierten realistischen nackten Mann, wie er auf einer Strasse geht. Dabei verbiegt sich sein Körper immer wieder zu allerlei groteske Formen. Irgendwie urkomisch aber auch albtraumhaft.

Nach dem grossen Erfolg dieses Videos und einem weiteren Engagement für den Science-Fiction-Film "Oblivion" veröffentlichte Lewandowski Ende 2013 eine Fortsetzung seines Projekts: «Late for meeting» (siehe Video ganz oben).

Dabei bleibt er seiner Linie treu: ein gruseliger, computeranimierter Kerl bewegt sich wirr durch die Gegend und ein sprudelnder Synthi-Track läuft im Hintergrund. Inzwischen ist dieses Video mit 27 Millionen Klicks sogar erfolgreicher als das erste.

Lewandowski selbst beschreibt seine Projekte als eine dumme, unzusammenhängende Reise durch Los Angeles, die den Traditionen des Dadaismus und surrealen Humor folgt. 

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