«Giacobbo/Müller»
Nun kommen die Oberwil-Lieli-Witze: Ist "das Juwel am Mutschellen" ein Intimschmuck?

Das hat noch nicht manche Gemeinde geschafft: im Mittelpunkt einer Satire-Sendung zu stehen. Viktor Giacobbo und Mike Müller überboten sich in Witzen über Oberwil-Lieli. Lustig oder geschmacklos? Schauen und lesen Sie selbst.

Drucken

Die Stacheldraht-Forderung von SVP-Nationalrat Andreas Glarner war natürlich ein gefundenes Fressen für Giacobbo und Müller. Sie vermuten die Inspiration für Glarners Idee bei dessen stacheligen (gelierten) Frisur und zoomten ein Bild seiner Haarpracht heran.

Aber eigentlich war in der jüngsten Sonntagabend-Satiresendung auf SRF nicht Glarner im Fokus, sondern alsbald seine Gemeinde Oberwil-Lieli.

Die beiden Polit-Komiker warfen sich mit Oberwil-Lieli-Witzen den Ball zu.

Mike Müller: "Die Stimmbürger von Oberwil-Lieli haben an der Urne beschlossen, viel Geld auszugeben, damit sie nicht mit Flüchtlingen, sondern nur mit ihrem Gemeindepräsident zusammenleben müssen."

Viktor Giacobbo: "Die überlegen sich jetzt in Oberwil-Lieli, wovon sie sich sonst noch freikaufen könnten: von der Abfallentsorgung oder dem Schweizer Franken oder sogar vom Tod, wer weiss."

Mike Müller und Viktor Giacobbo machen Witze über Oberwil-Lieli

Mike Müller und Viktor Giacobbo machen Witze über Oberwil-Lieli

srf

Giacobbo: "Oberwil-Lieli nennt sich ja 'Das Juwel am Mutschellen'. Leute, welche die Region nicht so kennen, meinen jetzt, es gehe da um Intimschmuck. Ist aber natürlich nicht der Fall."

Giacobbo: "Geht zwischen Oberwil und Lieli jetzt auch schon ein Stacheldraht?" Müller: "Ja klar. Wenn ein Oberwiler über die grüne Grenze nach Lieli geht, gibt das Zoff ohne Grenzen, das sind ganz schwierige Leute dort."

Müller: "Oberwil-Lieli hat eine ganz neue Bedeutung bekommen in der Schweiz. Wenn etwas Grauenhaftes passiert, sagen die Leute nicht mehr: Das ist Scheisse, sondern: Das ist ziemlich Oberwil-Lieli."

Giacobbo: "Wir finden, die Gemeinde sollte die Besucher neu ganz anders begrüssen und zwar so:

Streitbare Fotomontage bei "Giacobbo/Müller": Anspielung auf die "Ausschwitz"-Inschrift "Arbeit macht frei".

Streitbare Fotomontage bei "Giacobbo/Müller": Anspielung auf die "Ausschwitz"-Inschrift "Arbeit macht frei".

srf

Das fotomontierte Auschwitz-Eingangstor mit der berüchtigten Inschrift "Arbeit macht frei" als Gag-Grundlage? Das Publikum im Saal quittierte das Bild mit einem Raunen. Andreas Glarner findet den Vergleich "sehr grob – aber Satire darf fast alles – und vermutlich auch dies", sagt er auf Anfrage.

Aktuelle Nachrichten