Schweizer Filmpreis

Marcel Gislers «Rosie» räumt bei Quartz-Nominationen gross ab

Welches ist der beste Schweizer Spielfilm des Jahres 2012? Welches der beste Dokumentarfilm? Welche Schauspieler überzeugten am meisten? Die Nacht der Nominationen gibt erste Antworten und schält einen Favoriten heraus: «Rosie» von Marcel Gisler.

Mit sechs Nominationen, darunter gleich zwei für die Nebendarsteller, steigt "Rosie" ins Rennen um den Schweizer Filmpreis. Mit je drei Nennungen folgen bei den Spielfilmen "Verliebte Feinde", "L'enfant d'en haut" und "Opération Libertad".

Sybile Brunner und Marcel Gisler freuen sich über die Nominierungen für «Rosie»

Sybile Brunner und Marcel Gisler freuen sich über die Nominierungen für «Rosie»

Ebenfalls je drei Nominationen sprach die Schweizer Filmakademie den Dokfilmen "Hiver Nomade" und "The End of Time" zu, wie am Mittwoch an der Nacht der Nominationen in Solothurn bekannt wurde. Besonders erfolgreich verlief der Abend für Fabian Krüger, der als Hauptdarsteller gleich doppelt nominiert wurde.

Der am Wiener Burgtheater engagierte Schauspieler erhielt eine Chance auf den Schweizer Filmpreis für seine Rolle als katholisch-konservativer Walliser Politiker Peter von Roten in "Verliebte Feinde" - und eine zweite Nomination für "Rosie", wo er einen schwulen Schriftsteller spielt.

Ebenfalls als bester Hauptdarsteller nominiert wurde Kacey Mottet Klein ("L'enfant d'en haut"). Bei den Darstellerinnen gingen die Nennungen erwartungsgemäss an Mona Petri ("Verliebte Feinde") und an Sibylle Brunner ("Rosie"). Zu ihnen gesellt sich Sabine Timoteo, die für "Cyanure" die einzige Nomination holte.

Neue Quartz-Trophäe für Feier in Genf

Der vom Kinopublikum mit Nichtbeachtung gestrafte Streifen "The End Of Time" schnitt mit Nominationen für den besten Dokfilm, die beste Filmmusik und die beste Kamera besser ab als der Kassenschlager "More Than Honey", dem von der Akademie nur zwei Preischancen eingeräumt wurden: als bester Film und für die Musik.

Reaktionen auf die Quartz-Nominationen

Reaktionen auf die Nominationen

Die Solothurner Filmtage erwiesen sich dieses Jahr als gute Startrampe für neue Filme. Die gefeierten neuen Werke wurden fast ausnahmslos berücksichtigt. Die 280 Mitglieder der Schweizer Filmakademie hatten in den vergangenen Monaten ihre Favoriten in den einzelnen Kategorien bestimmt.

Basierend auf diesen Empfehlungen der Akademie sprach die Nominationskommission die Nennungen aus. Der Schweizer Filmpreis wird am 23. März zum 16. Mal verliehen. Den Gewinnern wird eine vom Künstler Jean Mauboulès neu gestaltete Trophäe überreicht.

Die nominierten Filme und Personen:

Bester Spielfilm - je Nomination 25'000 Franken: "Il comandante e la cicogna" von Silvio Soldini, "Opération Libertad" von Nicolas Wadimoff, "Rosie" von Marcel Gisler, "L'enfant d'en haut" von Ursula Meier, "Verliebte Feinde" von Werner Schweizer

Bester Dokumentarfilm - je Nomination 25'000 Franken: "Forbidden Voices" von Barbara Miller, "Hiver Nomade" von Manuel von Stürler, "More Than Honey" von Markus Imhoof, "The End Of Time" von Peter Mettler, "Thorberg" von Dieter Fahrer

Bester Kurzfilm - je Nomination 10'000 Franken: "Déposer les enfants" von Antoine Jaccoud und Bettina Oberli, "Du Contrat Social" von Frédéric Mermoud. "Einspruch VI" von Rolando Colla, "Goal" von Fulvio Bernasconi, "Os vivos tambem choram" von Basil da Cunha

Bester Animationsfilm: "Au coeur de l'hiver" von Isabelle Favez, "Bon Voyage" von Fabio Friedli, "Chambre 69" von Claude Barras, "Der kleine Vogel und das Blatt" von Lena von Döhren, "La nuit de l'ours" von Samuel Guillaume und Frédéric Guillaume

Bestes Drehbuch - je Nomination 5000 Franken: Nicolas Wadimoff und Jacob Berger ("Opération Libertad"), Marcel Gisler und Rudolf Nadler ("Rosie"), Ursula Meier und Antoine Jaccoud ("L'enfant d'en haut")

Beste Darstellerin - je Nomination 5000 Franken: Sibylle Brunner ("Rosie"), Mona Petri ("Verliebte Feinde"), Sabine Timoteo ("Cyanure")

Bester Darsteller - je Nomination 5000 Franken: Fabian Krüger ("Rosie"), Fabian Krüger ("Verliebte Feinde"), Kacey Mottet Klein ("L'enfant d'en haut")

Beste Nebenrolle - je Nomination 5000 Franken: Antonio Buil ("Opération Libertad"), Judith Hofmann ("Rosie"), Sebastian Ledesma ("Rosie")

Beste Filmmusik - je Nomination 5000 Franken: Olivia Pedroli ("Hiver Nomade"), Peter Scherer ("More Than Honey"), Gabriel Scotti und Vincent Hänni ("The End Of Time")

Beste Kamera - je Nomination 5000 Franken: Camille Cottagnoud ("Hiver Nomade"), Peter Mettler (The End Of Time"), Pietro Zuercher ("Tutti giù") (sda/rsn)

Meistgesehen

Artboard 1