Es ist erst ein bisschen mehr als einen Monat her, seit der grosse Schlag der Polizei gegen das Internetportal Kino.to gelungen ist. Während auf der alten Homepage immer noch der Hinweis der Kriminalpolizei prangt, betreiben Unbekannte das Portal seit Montag unter dem Namen KinoX.to weiter.

Offenbar bleibt alles beim Alten

Die neue Adresse führt zu einer Homepage, welche eine grosse Ähnlichkeit mit der bekannten Webseite aufweist, die letzten Monat vom Netz genommen wurde. So findet man über die integrierte Suche aktuelle Kinofilme und Serien, die aber auf externen Filehostingseiten lagern.

Wie gulli.com schreibt, haben die Betreiber eine Botschaft hinterlassen, die an die «Fans, Filmfreunde und die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen» gerichtet ist. Dort heisst es beispielsweise: «Denkt ihr wirklich, ihr könnt uns stoppen, nur weil ihr haufenweise Geld habt? Wie kann es sein, dass harmlose Webseitenbetreiber auf eine Stufe mit Mördern und Vergewaltigern gestellt werden?»

Des Weiteren bedanken sich die unbekannten Betreiber von KinoX.to auch bei der Hackergruppe «Anonymous», die anscheinend am Wiederaufbau der Seite behilflich waren. Die Mitteilung endet mit dem Satz «Legends may sleep, but they never die».

Neulancierung zwingt Server in die Knie

Dieses überraschende Comeback ist momentan auch zuviel für die Server der Homepage. Zur Zeit kann man nur mit Mühe auf KinoX.to zugreifen. Dies ist vermutlich auf die zahlreichen Nachrichten zurückzuführen, zeigt aber auch gleichzeitig die Schwäche der neuen Homepage auf. So bleibt abzuwarten, ob KinoX.to nur ein kurzes Wiederaufleuchten oder eine echte Alternative darstellt.