Kino

«Intouchables» sind incroyables und unglaublich erfolgreich

Trailer zu «Ziemlich beste Freunde» (Intouchables)

Trailer zu «Ziemlich beste Freunde» (Intouchables)

Mit über 650000 Eintritten ist der französische Film «Intouchables» der neueste Schlager sowohl an den Deutschschweizer aber vor allem auch an den Westschweizer Kinokassen. Doch warum eigentlich?

Wer am letzten verregneten Wochenende «Intouchables» sehen wollte, stand oft vor ausverkauften Kinosälen. Kein Wunder, wurden in knapp zwei Wochen in der Deutschschweiz doch bereits 175000 Tickets verkauft (Stand: Dienstag). Und der Run geht weiter, denn wer die französische Komödie von Olivier Nakache und Eric Toledano gesehen hat, macht weiter Reklame. «Den musst du dir unbedingt ansehen» oder «der steht ganz oben auf meiner Liste» ist der Tenor ringsum.

Noch unglaublicher sind die Zahlen in der Westschweiz, dort läuft der Film schon seit Wochen erfolgreich und generierte 475000 Eintritte, gesamtschweizerisch sind es also mehr als 650000 Eintritte. «Intouchables» hat damit den erfolgreichsten Film von 2011, «Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 2» mit seinen insgesamt 516000 Ticketverkäufen, zünftig überholt.

Aber warum eigentlich? Die Ingredienzien des Films – adliger Mann im Rollstuhl, junger Immigrant, der fast gegen seinen Willen zum Betreuer wird – tönen ja nicht gerade sexy.

Berührend und doch lustig

Doch wer den Film gesehen hat, urteilt anders. Eine Umfrage auf der Redaktion förderte nur Begeisterung zutage. Die eine erklärte: «Ich war seit vielen Jahren wieder mal im Kino und habs nicht bereut! Der Film ist herzerfrischend, man kann lachen, und doch regt er auch zum Nachdenken an.» Eine junge Kollegin ging hin, weil ihre Mutter wollte, und fand ihn gut, «weil er in total witziger Weise sehr komplexe Sachverhalte thematisiert».

«Schlicht genial», meldete ein anderer und eine rege Kinogängerin urteilte: «‹Intouchables› zeigt, dass man das Leben geniessen und selbst mit einer Behinderung nicht in einen Dornröschenschlaf verfallen muss. Sei das mit einem Joint, Frauen oder einer schnellen Fahrt mit dem Luxuswagen. Er birgt Situationskomik vom Feinsten, nur zum Weiterempfehlen!» «Der Film zeigt, dass zwischen zwei unterschiedlichen Typen eine tiefe Freundschaft entstehen kann und beide voneinander lernen können», war eine weitere Begründung.

Herausragende schauspielerische Leistungen

Gelobt werden auch die schauspielerischen Leistungen von François Cluzet und Omar Sy. Und fast unglaublich klingt das Erlebnis eines Kollegen vom Montagabend: «Das Kino war fast voll besetzt, am Schluss gab es vom Publikum etwas Applaus, einige probten gar Standing Ovations – eine hierzulande eher unübliche Manifestation an einem gewöhnlichen Kino-Montag.»

Doch nicht nur «Intouchables» füllt die Kinosäle. Das letzte Wochenende war mit 161960 Eintritten in der Deutschschweiz sehr erfolgreich. Die Komödie «Jack And Jill» verbuchte auf dem zweiten Platz 19700 Ticketverkäufe, «The Girl With The Dragon Tatoo» 17716 und «The Descendants» mit George Clooney 16322.

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