Buache wurde einige Monate älter als 94. Seinen Tod gab die Cinémathèque am Donnerstag in einem Communiqué bekannt. Buache setzte sich zeitlebens und während seiner 45 Jahre an der Spitze des schweizerischen Filmarchivs für die einheimische Filmkunst ein.

Der Schriftsteller, Dichter, Journalist und Kunstkritiker verfasste zahlreiche Bücher und Artikel über das Kino. Als Verleger, Programmverantwortlicher, Lehrer und unverdrossener Verteidiger des Schweizer Filmschaffens setzte Buache Akzente über die Landesgrenzen hinaus. Sein Engagement für den Erhalt des aktuellen und historischen Filmschaffens war gross.

Ihm kam auch die Aufgabe zu, das neue Schweizer Filmschaffen im Ausland bekannt zu machen. Das gelang ihm etwa dank guter Kontakte zu nacheinander folgenden Direktionen des Filmfestivals von Cannes. Die von ihm 1948 in Lausanne ins Leben gerufene Cinémathèque suisse wurde durch die Vielfalt ihrer Sammlung eine der bedeutendsten weltweit.

Neben diesen Tätigkeiten war Buache von 1967 bis 1970 Direktor des Filmfestivals von Locarno. Mit Grössen der Kino- und Filmwelt unterhielt er Freundschaften, so etwa mit Charles Apothéloz, Henri Langlois, Georges Franju, Jean Grémillon, Michel Simon, Luis Buñuel, Jacques Chessex, Michel Soutter, Theo Angelopoulos, Miloš Forman, Daniel Schmid oder Jean-Luc Godard.

Bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet erhielt Buache im April die Ehremedaille der Internationalen Vereinigung der Filmarchive. Aktiv bis ins hohe Alter hielt der gebürtige Waadtländer in Zusammenarbeit mit der Universität Lausanne noch Vorlesungen über die Geschichte des Films.

In ihrem Communiqué drückt die Cinémathèque der Familie Buache ihr Beileid aus und würdigt die Verdienste des Verstorbenen um das schweizerische Filmschaffen. Im Herbst organisiert die Institution eine Abschiedsfeier.