Es war ein relativ ruhiges Festival: Keine Fashion-Faux-Pas', keine verbalen oder physischen Ausrutscher. Die Film-Auswahl war weder berauschend noch skandalös, solide Werke und Erstlinge hatten genauso Platz wie Altmeister und Newcomer. Das war das Palmen-Festival 2016.

Das war Cannes

Es ist das erste, das grösste, das wichtigste Filmfestival des Jahres: Das Filmfestival in Cannes. Wir haben die Höhepunkte, die Tiefpunkte und die wichtigsten Momente zusammengefasst.

Die höchste Auszeichnung

... ging an Ken Loach für den Film "I, Daniel Blake": Er gewann die Goldene Palme für den besten Film.

Zu wenig Beachtung

... erhielt laut mehreren Kritikern "Toni Erdmann" der deutschen Regisseurin Maren Ade.

Der heisseste Star

... war eindeutig Kristen Stewart. Die 26-jährige Amerikanerin hat das Image der bleichen Vampir-Freundin mit ihrer Rolle in "Personal Shopper" definitiv abgelegt.

Das schönste Paar

... waren George und Amal Clooney. Sie verzaubern ihre Fans immer wieder.

Das traurigste Ex-Paar

... waren hingegen Charlize Theron und Sean Penn. Sie sind seit einem Jahr getrennt, stellten aber den Film "The Last Face" gemeinsam vor.

Der grösste Skandal

... war wohl Julia Roberts' Barfuss-Auftritt. Schlimmeres als das war dieses Jahr nicht zu sehen.

Die beste Nebensache

... war wie so oft die AIDS-Gala, die jedes Jahr neben dem Filmfestival stattfindet. Besonders Leonardo di Caprio setzte sich ein.

Am meisten Fehl am Platz

... war der Musiker Iggy Pop, der "Gimme Danger" von Jim Jarmush gemeinsam mit diesem vorstellte. Thema des Dokumentarfilms sind die Stooges, Iggy Pops Band.

Bestes Amuse-Bouche

... für das Film-Jahr war der Film "The Café Society" von Woody Allen. Er stand ausser Konkurrenz und ist in seiner Einfachheit und Leichtigkeit ein positiver Vorbote auf das Film-Jahr.

Mutigstes Werk

Viele der Filme am Festival verdienten diesen Titel; wir entschieden uns für "Elle" von Paul Verhoeven mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle. Der Film wirft ein neues Licht auf das Thema Stalking und Vergewaltigung, ohne die Protagonistin als schwaches Opfer darzustellen.

Cannes-Höhepunkte