Solothurner Filmtage 2011

Eine letzte Ehre für Stephanie Glaser

Der verstorbenen Stephanie Glaser (Szene aus «May») wurde gestern Morgen in der Reithalle in Solothurn ein Extra-Filmblock gewidmet.  hjs Der verstorbenen Stephanie Glaser (Szene aus «May») wurde gestern Morgen in der Reithalle in Solothurn ein Extra-Filmblock gewidmet.  hjs Der verstorbenen Stephanie Glaser (Szene aus «May») wurde gestern Morgen in der Reithalle in Solothurn ein Extra-Filmblock gewidmet. (hjs)

Der verstorbenen Stephanie Glaser (Szene aus «May») wurde gestern Morgen in der Reithalle in Solothurn ein Extra-Filmblock gewidmet. hjs Der verstorbenen Stephanie Glaser (Szene aus «May») wurde gestern Morgen in der Reithalle in Solothurn ein Extra-Filmblock gewidmet. hjs Der verstorbenen Stephanie Glaser (Szene aus «May») wurde gestern Morgen in der Reithalle in Solothurn ein Extra-Filmblock gewidmet. (hjs)

Bei den Solothurner Filmtagen wurden kurzfristig vier Kurzfilme mit der beliebten Schauspielerin gezeigt. Die beliebte Volksschaupielerin war mit ihrem Schaffen immer wieder im Solothurner Programm zu sehen gewesen.

Sonntagmorgen um neun Uhr ist Solothurn noch am Schlafen. Doch einige Unentwegte wagten sich gestern schon früh aus den warmen Federn an die kalte Bisluft. Es waren Fans der kürzlich, mit 90 Jahren verstorbenen Stephanie Glaser.

Ihr zu Ehren hat das Filmtage-Programm um halb zehn in der Reithalle in Solothurn ein besonderes Programm gezeigt. Auf dem Plan standen drei Kurzspielfilme, in welchen die beliebte Volksschauspielerin mit jungen Nachwuchsregisseurinnen und -regisseuren zusammengearbeitet hatte. Alle drei waren Abschlussarbeiten an der Zürcher Hochschule der Künste, Abteilung Film, sowie zum Schluss eine Fernseh-Dokumentation.

Letzte Ehre für Stephanie Glaser an den Solothurner Filmtagen

Letzte Ehre für Stephanie Glaser an den Solothurner Filmtagen

Gut hundert Zuschauer nahmen in der grossen Reithalle Platz, man hätte also mehr Besucher empfangen können. Doch Alain Gantenbein, der Saal-Verantwortliche für die Reithalle, sagt: «Wir schauen immer bei der Programmation, dass wir ein freies Zeitfenster in der Reithalle offen halten. Und wir waren noch immer froh darum.» Als Stephanie Glaser fünf Tage vor der Filmtage-Eröffnung starb, war es sofort klar, ihr in Solothurn eine Hommage zu widmen.

Filmtage-Direktor Ivo Kummer sprach selbst ein paar bewegende Worte zu Beginn der Filmprojektionen. «Mit Bestürzung haben wir von Stephanie Glasers Tod vernommen.» Sie sei mit ihrem Schaffen immer wieder im Solothurner Programm zu sehen gewesen, sei es in den älteren, restaurierten Film-Klassikern oder auch in neuen Produktionen, vorwiegend solchen des Schweizerischen Filmnachwuchses. «Der Kontakt zur Nachfolge-Generation war ihr wichtig. Nicht ihre eigene Karriere stand im Vordergrund, sondern sie gab gerne weiter, was sie konnte.»

«Alles drehte sich um sie»

Regisseurin Gabriela D’Hondt aus Zürich kam spontan zur Aufführung, um ein paar Worte über ihre Zusammenarbeit mit Glaser bei ihrem Abschlussfilm zu sagen. «Wir hatten anstrengende Drehtage und -nächte. In der Nacht zwischen 20 und 2 Uhr, und Stephanie Glaser war immer voller Energie mit dabei.

Alles drehte sich um sie, und sie gab mir als junge Regisseurin immer wieder wertvolle Hinweise. Aus ihrem grossen Erfahrungsschatz konnte sie die verschiedensten Varianten für eine Szene anbieten. Wir haben sie alle sehr bewundert.»

D’Hondts Film «Letzte Hilfe» aus dem Jahr 2001 war dann als erster zu sehen. Es folgte Ralph Etters «Wackelkontakt», den der Solothurner 2004 mit Stephanie Glaser realisieren konnte und danach «May» von Natascha Beller vom letzten Jahr, der damit zu einem ihrer letzten Filme geworden ist. Zum Schluss war «Winterreise» zu sehen, eine Fernsehproduktion aus der Reihe «Reporter», in der Stephanie Glaser nur zögerlich über ihr persönliches Leben erzählt. Reise-Reportagen mit ihr wären noch weitere geplant gewesen; es sollte nicht mehr so weit kommen.

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