«Chasperli, du söttsch mol id Schuel.» – «Was, Schuel? Nei, da chunnt nöd infrog!» Unbeschwert spielen die achtjährigen Emma und Hanna im Kindermuseum Baden mit einer Kasperlifigur. Alleine sind sie in dem Moment aber nicht: Ein Filmteam des Schweizer Fernsehens (SRF) steht um die beiden herum, nimmt jede ihrer Bewegungen auf Video und Tonband auf.

SRF-Dreh im Badener Kindermuseum: Kasperli-Theater für die Kamera.

SRF-Dreh im Badener Kindermuseum: Kasperli-Theater für die Kamera.

Entstehen wird ein 90 Sekunden langer Werbeclip, genauer ein Imagebeitrag für die Landeslotterie Swisslos. Jeweils zwischen der Lottoziehung am Mittwochabend und der Sendung 10vor10 wird im SRF ein Beitrag ausgestrahlt über ein Ereignis oder eine Organisation, die von Swisslos finanziell unterstützt wird. Landesweit sind es 12 000 Projekte, 52 pro Jahr schaffen es auf die kurze Werbeplattform im SRF. Wiederholt werden die Videobeiträge nicht, jede Woche kommt ein neues Projekt dran.

Gemäss SRF-Redaktorin Ruth Pierce gewinnen beide Seiten: Das Swisslos zeigt, wie die Lotterie-Erträge durch die Kantone eingesetzt werden und die porträtierten Projekte erhalten einen Werbespot zur besten Sendezeit. Am Mittwochnachtmittag war die Sonderausstellung «Vorhang auf für das Figurentheater!» an der Reihe, für die das Kindermuseum Swisslos-Beiträge erhält. «Für uns ist es ein grosses Privileg, eine solche Plattform zu bekommen», sagt Museumsleiter Daniel Kaysel. Wobei das Kindermuseum Baden schon zum zweiten Mal für einen Werbeclip ausgewählt wurde.

Theater fürs Fernsehen

Für den 90-Sekunden-Clip war ein Drehtag nötig. Neben den beiden Kindern Emma und Hanna spielten weitere Schulkollegen der 2. Klasse aus Windisch im Werbevideo mit, darunter auch Daniel Kaysels Sohn. Vor der Kamera durften sie frei in der «Figurentheater»-Sonderausstellung auf der oberen Etage des Kindermuseums spielen.

Sechs kleine Theaterkammern mit Bühne, Figuren, Kulissen und Zuschauerrängen stehen dort bereit, damit jeder Museumsgast selber kurze Darbietungen inszenieren kann. Die Kammern sind je einer Figurenspielsorte gewidmet, darunter Marionetten-, Papier-, Kasper- oder Schattentheater.

Swisslos verteilt rund die Hälfte des jährlichen Spielertrags an die Kantone. Diese wiederum sprechen Beiträge aus dem Lotteriefonds aus an gemeinnützige Vorhaben in den Bereichen Bildung, Natur, Sozialwesen, Gesundheit, Sport oder Kultur. 2013 waren es 365 Millionen Franken, von denen 35,2 Millionen Franken an den Kanton Aargau gingen.