Simon Weiss trat im Finale ganz in Schwarz auf – wie ein Ninja eben. Ob ihm das Glück gebracht hat? Obwohl er den Hindernisparcours nicht ganz zu Ende schaffte – er scheiterte, als er sich von einer hängenden Tafel zur nächsten schwingen musste – geht Simon Weiss als Sieger hervor.

Für ihn war die Teilnahme an der Fernseh-Show trotz des verwehrten Preisgelds ein eindrückliches Erlebnis. Denn: Nur wer den Mount Midoriyama erklimmt und damit den Final-Parcours beenden kann, darf auch das Preisgeld mit nachhause nehmen. In Europa hat das bis jetzt noch niemand geschafft. Als «Trostpreis» gibt es für den Luzerner immerhin Gutscheine für Sportartikel in der Höhe von 2000 Franken. Und natürlich eine Medaille.

Simon Weiss, weshalb haben Sie bei dieser TV-Show mitgemacht?

Ich habe die Show bereits als Zehnjähriger im Fernsehen gesehen. Damals wurde das ursprüngliche Format aus Japan ausgestrahlt und da gab es deutsche Kommentatoren, die ich lustig gefunden habe. Ich dachte mir, wenn die Show einmal in die Schweiz kommt, mache ich mit, denn das ist meine Art von Sport. Meine Chancen über den Parcours zu kommen, schätzte ich als ziemlich gut ein und ich sah die Teilnahme als einmaliges Erlebnis an. Wenn ich nicht dabei gewesen wäre, hätte ich das sicher bereut.

Wie haben Sie sich auf das Finale vorbereitet?

Zwischen dem Vorlauf und dem Final waren es nur vier Tage, deshalb war die Vorbereitung etwas schwierig. Vorher war ich jedoch jeweils auf dem Vita-Parcours unterwegs und habe alles geübt, was mit hangen und sich hochziehen zu tun hat. 

Wegen welchen Eigenschaften haben Sie gewonnen?

Ich kenne meinen Körper gut und weiss, wie ich Hindernisse überwinden kann. Ich konnte gut einschätzen, wie viel Schwung ich beim jeweiligen Hindernis mitbringen muss. Das kommt vom Geräteturnen.

Sie haben zwar gewonnen, den Parcours aber leider nicht beenden können. Fühlen Sie sich dennoch als Gewinner?

Definitiv. Ich habe gewusst, dass es nicht ganz reichen wird. Es war von Anfang an mein Ziel, einmal den Buzzer zu drücken und das habe ich im ersten Lauf geschafft. Es war genial, dass ich so weit gekommen bin. Deshalb bin ich nicht enttäuscht, dass ich ins Wasser gefallen bin.

Simon Weiss' Final-Leistung in voller Länge:

«Ninja Warrior Switzerland»-Gewinner: Simon Weiss' Final-Leistung

Was hätten Sie mit dem Preisgeld von 100'000 Franken gemacht?

Ich hätte sicher einen Teil gespart und mit einem anderen Teil wäre ich auf Reisen gegangen. Dann hätte ich Geld in meine Hobbys, ins Geräteturnen und ins Tennis investiert. Ausserdem mache ich Musik – vielleicht hätte es eine neue Gitarre gegeben.

Was ist Ihnen vom Dreh des Finales besonders in Erinnerung geblieben?

Es war schon eindrücklich, wenn man von so vielen Menschen angefeuert wird. Die Stimmung im Hallenstadion war genial. Das hat mich gepusht. Zudem waren rund 20 Kollegen vom Geräteverein und Tennisclub sowie meine Familie da, die mich unterstützt haben.