Casting-Shows
Diese Schweizer haben es in deutschen Casting-Shows an die Spitze geschafft

Am kommenden Samstag könnte Luca Hänni (17) als erster Schweizer «Deutschland sucht den Superstar» gewinnen. Steht er nun vor einer steilen Karriere? Das kann sein, muss aber nicht, wie Beispiele von anderen Schweizer Casting-Show-Siegern zeigen.

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Diese Schweizer haben es in deutschen Casting-Shows weit gebracht
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Kann sich Luca (links) gegen Daniele durchsetzen?
Luca Hänni könnte als erster Schweizer «Deutschland sucht den Superstar» gewinnen
2008 gewann Stefanie Heinzmann Stefan Raabs Casting-Show «SSDSDSSWEMUGABRTLAD»
Stefanie Heinzmann tritt heute im ganzen deutschsprachigen Raum auf
Heinzmanns neue Singe «Diggin' in the Dirt» läuft in Heavy Rotation im Radio
Edita Abdieski, hier mit Mentor Till Brönner, gewann 2010 dei Casting-Show «X-Factor»
Edita Abdieski erhielt einen Plattenvertrag
Im Sommer will Edita Abdieski auf Tour gehen
Leo Ritzmann und Partnerin Vanessa Meisinger (Some & Any) freuen sich nach dem Sieg von Popstars

Diese Schweizer haben es in deutschen Casting-Shows weit gebracht

RTL

Am vergangenen Samstag hat sich der Maurer-Lehrling Luca Hänni aus Uetendorf im Kanton Bern ins Finale der Casting-Show «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) des Privatsenders RTL gesungen. Rund 5 Millionen Zuschauer verfolgten den Auftritt des 17-jährigen, den der «Blick» aufgrund seiner Beliebtheit im nördlichen Nachbarland bereits als «Heidi mit Sixpack» bezeichnet.

In der Tat sind Lucas Chancen intakt, sich in der Sendung vom kommenden Samstag gegen seinen Mitfinalisten, den 16-jährigen Schüler Daniele Negroni, durchzusetzen. Der «prädestinierte Bravo Boy 2012», wie in DSDS-Chefjuror Dieter Bohlen einst nannte, wäre damit der erste Schweizer Gewinner von «Deutschland sucht den Superstar». Die bislang erfolgreichste Schweizer DSDS-Teilnehmerin war im Jahr 2011 Zazou Mall. Sie belegte allerdings lediglich den 6. Platz.

Heinzmann konnte Sprungbrett nutzen

In anderen deutschen Casting-Shows konnten Schweizerinnen und Schweizer jedoch schon grosse Erfolge verbuchen. Im Januar 2008 gewann die damals 18-jährige Walliserin Stefanie Heinzmann den Casting-Wettbewerb SSDSDSSWEMUGABRTLAD auf ProSieben.

Obwohl die Show mit dem sperrigen Namen - er bedeutet: «Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte, und gerne auch bei RTL auftreten darf» - vom deutschen Fernsehmoderator Stefan Raab in erster Linie als Protestaktion gegen den TV-Sender RTL lanciert worden war, der eine ehemaligen DSDS-Kandidaten mit Hinweis auf bestehende Verträge nicht in Raabs Sendung auftreten liess, konnte Heinzmann die Show als Startrampe für eine steile Karriere nutzen.

Sowohl die erste Single «My Man is a Mean Man» als auch ihre erstes Album «Masterplan» schafften es an die Spitze der Schweizer Hitparade. Ihre aktuelle Single «Diggin' in the Dirt» liegt momentan auf Platz 12. Die mittlerweile 23-jährige tourt derzeit durch die Schweiz und Deutschland und absolviert regelmässig Auftritte in TV-Stationen im deutschsprachigen Raum.

Edita Abdieski macht immer noch Musik

Ebenfalls relativ erfolgreich behaupten im Showbusiness konnte sich die Bernerin Edita Abdieski. Die 27-jährige Bernerin siegte im November 2010 bei der Casting-Show X-Factor des deutschen Privatsenders Vox und erhielt in der Folge einen Plattenvertrag bei Sony BMG. Ihre erste Single schaffte es in die Top Ten sowohl der deutschen als auch der Schweizer Charts. Anfang Juni startet Edita nach Angaben auf ihrer Homepage zu einer Clubtour mit ihrer Band.

Dass ein Sieg einer deutschen Casting-Show kein Garant für eine Karriere in der Musikbranche ist beweist indessen das Beispiel von Leo Ritzmann. Nachdem der heute 22-jährige in der Sendung «MusicStar» des Schweizer Fernsehens im Jahr 2008 lediglich den sechsten Rang belegte, bewarb sich Leo ein Jahr später bei der ProSieben-Show «Popstars», die er zusammen mit Vanessa Meisinger schliesslich auch gewann.

Leo Ritzmann ist von der Bildfläche verschwunden

Dem aus der Sendung enstandenen Duo Some & Any, das die beiden bildeten, war jedoch nur wenig Erfolg beschieden. Ihre erste Single «Last Man Standing» stieg nach der Veröffentlichung zwar noch auf Platz 16 der deutschen Singlecharts ein, das dazugehörige Album «First Shot» landete hingegen lediglich auf Platz 47. Some & Any waren damit die ersten «Popstars»-Gewinner, die es mit ihrem Debüt-Album nicht in die Top Ten schafften.

Im Sommer 2010 berichtete der «SonntagsBlick», dass der Zürcher Sänger mit Dieter Bohlen einen «Exklusiv-Vertrag» abgeschlossen haben soll. Dem Bericht zufolge plante Bohlen, den Halb-Brasilianer unter dem Namen Leo Matos in Südamerika zu vermarkten. Seither hat man von Leo Matos allerdings genauso wenig gehört wie von Leo Ritzmann. (bau)

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