92 Länder - eine Rekordzahl - hatten sich für 2018 um den Oscar in der Sparte "Bester nicht-englischsprachiger Film" beworben. Der Schweizer Publikumshit von Regisseurin Petra Volpe sowie den Produzenten Lukas Hobi und Reto Schärli von Zodiac Pictures war von den Schweizer Filmkritikern zum besten Schweizer Film des Jahres 2017 gewählt worden.

Auch wenn "Die göttliche Ordnung - oder "The Divine Order", wie der Film im englischsprachigen Raum heisst - keinen Oscar gewinnen kann: Über zahlreiche Auszeichnungen durften sich Petra Volpe und ihr Team bereits freuen. Die Komödie mit Marie Leuenberger in der Hauptrolle gewann etwa den "Prix de Soleure", drei Schweizer Filmpreise und drei Auszeichnungen am Tribeca Filmfestival in New York.

"Aus dem Nichts" auf der Shortlist

Um den Auslands-Oscar sind nun noch neun Kandidaten im Rennen, darunter der deutsche Film "Aus dem Nichts" von Regisseur Fatih Akin. Neben dem NSU-Drama kamen unter anderem die Filme "The Square" (Schweden), "A Fantastic Woman" (Chile), "Loveless" (Russland) und "Foxtrot" (Israel) in die Vorauswahl. Auch Beiträge aus Ungarn, Senegal, Südafrika und dem Libanon sind im Rennen.

Am 23. Januar gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences bekannt, welche fünf Filme in die Endrunde kommen. Die 90. Oscar-Verleihung geht dann am 4. März über die Bühne. Mit dem Kurzfilm "Facing Mecca" von Jan-Eric Mack hat noch ein Schweizer Beitrag Chancen auf eine Oscar-Nomination.