Programm

Die 54. Solothurner Filmtage gehen auf Sinnsuche

Szene aus dem Film Zwingli.

Szene aus dem Film Zwingli.

An der 54. Ausgabe der Solothurner Filmtage werden zahlreiche Filme gezeigt, die den ganz grossen Fragen des Lebens nachgehen. In manch einem Werk finden die Protagonisten dabei ihr Heil in einer Religion.

165 Schweizer Filme zeigen die 54. Solothurner Filmtage vom 24. bis 31. Januar, eröffnet wird die Werkschau des Schweizer Films von Bundesrat Alain Berset. Filmtage-Direktorin Seraina Rohrer gab das Programm am Donnerstag im Zürcher Kino Houdini bekannt. Auffallend dabei: Über alle Sektionen hinweg befassen sich mehrere Filme mit Glaube oder Spiritualität.

"Der Kreis"-Regisseur Stefan Haupt etwa porträtiert in seinem Historiendrama "Zwingli" den berühmten Zürcher Reformator. In der Hauptrolle ist Max Simonischeck zu sehen, weitere Figuren werden von Anatole Taubman, Stefan Kurt oder Rachel Braunschweig gespielt.

Der Trailer zum Film Zwingli

Im Spielfilmdebüt "Der Büezer" von Hans Kaufmann sucht ein junger Mann (Joel Basman) nach dem Tod seiner Eltern den Sinn des Lebens in einer Freikirche. Ebenso geht es der Protagonistin Ruth (Judith Hofmann) in "Der Unschuldige" von Simon Jaquemet: Auch sie sucht vor den Schatten ihrer Vergangenheit Zuflucht in der Religion.

Die drei Visuals der 54.Solothurner Filmtage

Die drei Visuals der 54.Solothurner Filmtage

Grossen Namen fehlen im "Prix du Public"

Neben Stefan Haupt sind auch Bettina Oberli ("Die Herbstzeitlosen") und Christoph Schaub ("Giulias Verschwinden") mit ihren aktuellen Werken in Solothurn präsent. Allerdings laufen alle drei Filme in der "Prix du Public"-Kategorie statt im prestigeträchtigen "Prix de Soleure"-Hauptwettbewerb.

Oberli zeigt das Liebesdrama "Le vent tourne", das in Locarno Premiere feierte. Und Schaub präsentiert mit "Die Architektur der Unendlichkeit" einen Dokfilm über Räume, die ein Gefühl der Transzendenz auslösen.

Im Hauptwettbewerb "Prix de Soleure" stehen diesmal neun Filme, sechs Dokumentar- und drei Spielfilme. Die allererste "Prix de Soleure"-Gewinnerin Fanny Bräuning ("No More Smoke Signals") kehrt mit ihrem Dokfilm "Immer und ewig" nach Solothurn zurück. Darin begleitet sie ihren Vater und ihre an Multipler Sklerose erkrankte Mutter auf einer Reise durch Südeuropa.

Weitere Wettbewerbsfilme sind der Spielfilm "Sohn meines Vaters" von Jeshua Dreyfus über einen jungen Mann, der sich von seiner unkonventionellen jüdischen Familie zu emanzipieren versucht, der Spielfilm "Pearl" über eine junge Bodybuilderin oder der Dokfilm "Fair Traders", der drei Modelle nachhaltiger Wirtschaft zeigt.

Trailer zu «Sohn meines Vaters»

Der "Prix de Soleure" wird an der Soirée de Clôture am 31. Januar vergeben. Er ist dotiert mit 60'000 Franken. Die Jury besteht in diesem Jahr aus der Regisseurin Esen Isik ("Köpek"), der Schauspielerin Noémie Schmidt ("Wolkenbruch") und Nicola Forster, dem Gründer des Thinktanks "Foraus".

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