Kino

«Cloud Atlas» – die epische Symphonie über wandernde Seelen

Tom Hanks und Halle Berry in postapokalyptischer Zeit. HO

Tom Hanks und Halle Berry in postapokalyptischer Zeit. HO

«Cloud Atlas» mit Tom Hanks und Halle Berry ist ein Filmmonstrum von erschlagender Bedeutsamkeit – eine ebenso wuchtige wie verschwurbelte Reflexion über Unterdrücker und Unterdrückte, über Freiheit, Kunst und Liebe.

Gab es je einen Film, der mehr Maskenbildner, Ausstatter und Special-Effects-Spezialisten beschäftigt hat? Wer «Cloud Atlas» sieht, wagt dies zu bezweifeln. Die Regisseure Lana und Andy Wachowski («The Matrix») haben zusammen mit Tom Tykwer («Lola rennt») ein in sechs verschiedenen Zeitebenen angesiedeltes Epos fabriziert, in dem ein gigantisches Staraufgebot (Tom Hanks, Halle Berry, Hugh Grant, Susan Sarandon) durch immer neue Welten und (Geschlechter-)Rollen gejagt wird.

Eine Gigageschichte mit Beginn im Jahr 1849

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von David Mitchell entspinnt sich – ja, was eigentlich? Nun, am ehesten lässt sich der 170-minütige Film als ebenso wuchtige wie verschwurbelte Reflexion über Unterdrücker und Unterdrückte, über Freiheit, Kunst und Liebe begreifen.

Die Gigageschichte beginnt 1849, als ein durchtriebener Arzt (Hanks) mittels Gifttropfen das Vermögen eines tagebuchschreibenden Anwalts zu erschleichen versucht. Und sie endet 500 Jahre später, als derselbe Darsteller in Gestalt eines postapokalyptischen Stammesfürsten die Menschheit zu retten versucht, während er noch immer mit seinen alten Dämonen ringt.

(Quelle: youtube.com/vipmagazin)

Cloud Atlas Trailer

In «Cloud Atlas» treten zudem auf: Ein von Selbstzerstörung besessener Komponist, ein ins Altersheim entsorgter Verleger, eine von der Energielobby gejagte Journalistin und eine kellnernde Klonin mit prophetischen Fähigkeiten. Wobei angefügt werden muss, dass in diesem Film jeder mit jedem und alles mit allem zusammenhängt. «Cloud Atlas», das ist eine schwelgerische Symphonie über wandernde Seelen, eine zwischen Genialität und Abgehobenheit oszillierende Riesenwundertüte, in der obendrein die halbe Filmgeschichte rauf- und runterzitiert wird. Ein heller Wahnsinn? Ja. Aber einer mit System.

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