"Claude Lanzmann ist einer der grossen Dokumentaristen. In seiner Darstellung von Unmenschlichkeit und Gewalt, von Antisemitismus und seinen Folgen hat er eine neue filmische wie ethische Auseinandersetzung geschaffen", sagte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick.

Lanzmanns Film "Shoah" von 1985 sei als epochales Meisterwerk der Erinnerungskultur in die Filmgeschichte eingegangen. Anlässlich der Hommage wird der Film erstmals in der restaurierten und digitalisierten Fassung gezeigt.

Gezeigt werden ausserdem Lanzmanns Filme "Warum Israel" (1973), "Tsahal" (1994), "Ein Lebender geht vorbei" (1997), "Sobibor, 14. Oktober, 16 Uhr" (2001) und "Der Karski-Bericht" (2010).

Claude Lanzmann wurde 1925 als Sohn jüdischer Eltern in Paris geboren. Er kämpfte in der Résistance, studierte in Frankreich und Deutschland Philosophie. Seine Auseinandersetzung mit der Shoah, dem Antisemitismus und den politischen Freiheitskämpfen begleiten sowohl sein filmisches Werk als auch seine journalistische Tätigkeit.

Die 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden vom 7. bis 17. Februar 2013 statt.