Jean-Frédéric Jauslin, Direktor des Bundesamtes für Kultur (BAK), und der Direktor der Cinémathèque suisse, Frédéric Maire, legten den Grundstein des Zentrums in Anwesenheit von mehreren hundert Gästen. An den Kosten für den neuen Bau beteiligt sich der Bund mit 60 Millionen Franken.

Zum ersten Mal offeriere der Bund dem Schweizer Kino einen "Sitz" von dieser Bedeutung, sagte Frédéric Maire. Jean-Fréderic Jauslin seinerseits betonte, dass der Bund nun endlich den nationalen Status der Cinémathèque anerkenne. Das neue "Schmuckkästchen" werde das "neuralgische Zentrum für den Schweizer Film", sagte Jauslin.

Alle Sammlungen vereint

Das vollständig unterirdische Zentrum wird durch einen Tunnel mit dem Mutterhaus verbunden. Mit einer Fläche von 13'000 Quadratmetern vereint es "an einem einzigen Standort und unter optimalen klimatischen Bedingungen" alle Sammlungen der Cinémathèque: 62'000 Filmkopien, 2,8 Millionen Fotos, 300'000 Plakate, 26'000 Bücher, 720'000 Zeitschriften und 10'000 Drehbücher.

Den Besucherinnen und Besuchern stehen Visionierungs- und Arbeitsplätze "zum Studium des audiovisuellen Gedächtnisses unseres Landes" zur Verfügung. Dank digitaler Technologie wird der Zugang leichter als bisher gewährleistet. Benutzt werden können zudem eine Bibliothek, ein Museumsraum und ein kleiner Kinosaal.

Symbolische Vergrabung

Zusammen mit dem Grundstein haben Jauslin und Maire am Dienstag in Penthaz einige symbolische Objekte eingegraben: die Baupläne, die Tageszeitungen vom 29.März 2011, das aktuelle Programm der Cinémathèque suisse und die Kopie einiger Bilder, die der Schweizer Operateur Casimir Sivan 1896 mit einer selbst gebauten und patentierten Kamera drehte.