Zensur

Chinesische Kinos nehmen «Django Unchained» aus dem Programm

Christoph Waltz (l.) und Jamie Foxx: Die Stars von "Django Unchained"

Christoph Waltz (l.) und Jamie Foxx: Die Stars von "Django Unchained"

In chinesischen Kinos ist der Film «Django Unchained» von US-Regisseur Quentin Tarantino bereits kurz nach Erscheinen wieder aus dem Programm genommen worden. Vermutlich zeigt er in den Augen der Behörden zu viel nackte Haut.

Das Internetportal Sina zitierte aus einer Mitteilung an die Kinos, wonach der Film aus technischen Gründen nicht gezeigt werden könne. Vertreter der Filmindustrie sagten hingegen dem Portal, Nacktszenen hätten zu der plötzlichen Zensur geführt. Es sei unklar, wann der Film wieder auf der Leinwand zu sehen sei.

In einem Kino sei der Film nach nur einer Minute gestoppt worden, berichtete ein Nutzer des Kurzbotschaftendiensts Sina Weibo. Ein anderer Nutzer vermutete, die Zensur könnte möglicherweise mit dem "gefährlichen" Thema des Films zusammenhängen - dem Aufstand von Unterdrückten: So sei die Hauptfigur von einem Sklavenhalter lange unterdrückt worden, bevor sie "im Namen von Liebe und Freiheit" rebelliert habe.

Trailer zu «Django Unchained», Tarantions neuster Streifen

Trailer zu «Django Unchained», Tarantions neuster Streifen

"Django Unchained" war Tarantinos erster Film, der gemäss "The Hollywood Reporter" in China offiziell in den Kinos gezeigt werden sollte. Die für den Regisseur typischen Gewaltszenen hatten die offizielle Begutachtung durch die Behörden vor Veröffentlichung zunächst überstanden.

Dank Raubkopien konnten zahlreiche chinesische Fans die Originalversion des Films bereits auf DVD oder im Internet sehen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1