Die Schweiz stehe für ein Modell mit entsprechenden Werten, sagte Burkhalter. "Dies gibt uns auch eine Verantwortung". Die Schweiz wolle sich aktiv den Herausforderungen der Welt stellen und mithelfen, Krisen zu lösen.

Mit "Demokratie ohne Grenzen" werden bereits bestehende Projekte der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit verstärkt. Geschehen soll dies mit sogenannten Projektbotschaftern - zu ihnen gehören mehrere alt Nationalräte oder Persönlichkeiten wie der frühere Flüchtlingsdelegierte Peter Arbenz oder Filmfestivalpräsident Marco Solari. Sie sollen für den Austausch von Experten und für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit sorgen.

Kampf gegen Gewalt an Frauen

Burkhalter nannte als Projektbeispiel die Unterstützung von gewaltbetroffenen Frauen in der Region der grossen Seen Afrikas (Kongo, Ruanda, Burundi). Die Projektbotschafter sollen den Kampf gegen die Straflosigkeit von Tätern unterstützen und die Justiz durch ein Netzwerk unterstützen.

Weiter unterstützt die Initiative den demokratischen Transformationsprozess in Tunesien. Dabei verpflichten sich die Projektbotschafter zum Austausch mit tunesischen Parlamentsmitgliedern und Parteienvertretern.

Navi Pillay bei Projektion anwesend

Die Sektion Open Doors des Filmfestivals zeigte anlässlich der Lancierung von "Demokratie ohne Grenzen" den äthiopischen Spielfilm "Difret", der das Schicksal eines zwangsverheirateten Mädchens nachzeichnet. Der Film gewann an mehreren Festivals - etwa an der Berlinale - Publikumspreise.

Bei der Projektion anwesend war auch Navi Pillay, die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, die am Abend an einem Podiumsgespräch zur Straflosigkeit von sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen teilnehmen sollte.