Die Promis der Sendung «Stars Earn Stripes» wirken wie Soldaten im Kriegseinsatz: Sie schiessen mit schweren Waffen auf Zielscheiben, kriechen unter Maschendraht durch den Schlamm und springen in Tarnanzügen aus Helikoptern.

In der Show, die Montagabend Premiere auf dem US-Fernsehsender NBC gefeiert hatte, treten unter anderem die Ex-Skirennfahrerin Picabo Street, Boxerin Laila Ali, der Schauspieler Dean Cain sowie Sarah Palins Ehemann Todd Palin gegeneinander bei militärischen Übungen an.

Trailer zur neuen NBC-Show «Stars Earn Stripes»

Trailer zur neuen NBC-Show «Stars Earn Stripes»

Unterstützt werden sie dabei von Veteranen der US-Armee, die in Spezialtruppen wie den Green Berets, den Navy Seals oder der Delta Force gedient hatten. Angeführt wird die Truppe vom Ex-General Wesley Clark

«Krieg ist keine Unterhaltung»

Doch kaum ist die Sendung gestartet, wird auch schon Kritik laut. Ein Gruppe hat an dem martialischen Treiben überhaupt keine Freude - und rief deshalb nun in einem öffentlichen Brief NBC zur Absetzung der Show auf.

«Krieg ist keine Unterhaltung und sollte auch nicht so dargestellt werden», schrieben die Nobelpreisträger - darunter der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu und der ehemalige Präsident Costa Ricas, Oscar Arias Sanchez an den Sender.

NBC dementierte in einer Mitteilung gegenüber der Presseagentur dpa eine Glorifizierung des Krieges. «Es geht darum, den jungen Amerikanern zu danken, die jeden Tag solchen Gefahren ausgesetzt sind. Die Show ist keine Glorifizierung des Krieges sondern eine Glorifizierung des Dienstes». (bau/sda)