Heterosexuelle Männer zeigten diese Reaktion bei einer attraktiven Frau, homosexuelle Männer reagierten entsprechend beim Anblick gutaussehender Männer. Bei heterosexuellen Frauen hingegen weiteten sich die Pupillen sowohl bei Männern wie auch bei Frauen, homosexuelle Frauen reagierten stärker auf Frauen.

Bei Bisexuellen weiteten sich die Pupillen ebenfalls unabhängig des Geschlechts ihres attraktiven Gegenübers. Für die in der Wissenschaftszeitschrift "PloS ONE" veröffentlichten Studie zeigten die Wissenschaftler von der US-Universität Cornell den Freiwilligen erotische Videos und massen dann die Erweiterung der Pupillen.

Die Reaktion der Pupillen auf sexuelle Reize hatte die kanadische Regierung bereits in den Jahren zwischen 1950 und 1970 versucht sich zunutze zu machen: Die Behörden wollten Homosexuelle ausfindig machen, die damals noch als nationale Bedrohung eingestuft waren. Der Versuch scheiterte jedoch, weil die Messungen noch zu ungenau waren und es an genügend Freiwilligen für das Experiment fehlte.