Die warmen Tage sorgen im Zoo Basel für Frühlingsgefühle. Der Rotschnabeltoko bringt seiner Partnerin ein Hochzeitsgeschenk, der Dreifarbenglanzstar richtet sich sein Vogelhaus ein und der Türkisnaschvogel balzt unermüdlich.

Bei den Störchen haben sich bereits 17 feste Paare gefunden. Zwei bis drei Paare suchen auf den umliegenden Bäumen noch nach einem Nistplatz. Von lautem Geklapper des Partners begleitet, wird nun Nistmaterial eingeflogen.

Flamingos im Tanzfieber

Geradezu ohrenbetäubend schallt es von der Flamingowiese. 20 bis 50 Vögel stolzieren zusammen laut rufend hin und her und drehen ihre Köpfe ruckartig nach rechts und links. Jetzt versteht man auch, wieso der Flamenco-Tanz den Namen von diesen Vögeln bekommen haben soll.

Etwas ruhiger geht es bei den Waldrappen zu und her. Die Vögel mit dem typischen nackten Hals hatten seit Jahren nicht mehr gebrütet. Neue Vögel aus anderen Zoos haben nun «frischen Wind» in die Gruppe gebracht. Die jüngeren, an den noch leicht gefiederten Hälsen zu erkennen, sind noch nicht in Stimmung gekommen. Einige ältere lassen aber hoffen: Sie tragen Nistmaterial an und präsentieren ihren Kopfschmuck. Mit etwas Glück wird es dieses Jahr Nachwuchs geben.

Ist der Alte nicht bereit...

Sogar die Königspinguine spüren in ihrem gekühlten Innengehege den Frühling. Die Mauser ist vorüber und die Weibchen gehen jetzt auf Partnersuche. Oft ist der Auserwählte derselbe wie im Vorjahr. Der lässt sich aber nur bezirzen, wenn er ebenfalls mit der Mauser fertig ist. Ansonsten sucht sich das Weibchen einen neuen Partner.

Draussen aber wird fleissig geturtelt. Entenpaare schwimmen in der Frühlingsonne über den Teich und die heimischen Vögel begleiten das Geschehen mit ihrem Gezwitscher. (rsn)