Kultur

Die Aargauer Galerien mit einem grossen und vielfältigen Angebot

Blick in die Ausstellung «Baumfänger». Werke von Marianne Engel (links) und Com&Com (hinten).

Blick in die Ausstellung «Baumfänger». Werke von Marianne Engel (links) und Com&Com (hinten).

Von Aarau bis Zofingen, von Vernissage zu Vernissage, von Ausstellung zu Ausstellung: Ein paar Hinweise zu Baumfängern, Malerinnen und poetischen Zeichen.

Innert zwei Wochen eröffnen fast alle Galerien und Kunsträume im Aargau. Eine Fülle von einheimischen Künstlerinnen und auswärtigen Gästen lassen sich entdecken. Hier eine Auswahl:

Aarau: Arnold Galerie, beletage und Kunstraum

Die Badenerin Ruth Maria Obrist zeigt in der Kantonshauptstadt, in der Arnold Galerie «Kompositionen in Dur und Moll». Hochästhetische Arbeiten aus dreckigen Materialien. Mit Teer, Leim und dem Desinfektionsmittel Mercuchrom bringt sie dunkle Töne und luziden Glanz, Chaos und Ordnung zusammen. (Bis 26. September)

Ruth Obrist. Mercuchrom (Ausschnitt).

Ruth Obrist. Mercuchrom (Ausschnitt).

Das KiFF präsentiert sich wieder auch als Ort für Kunst. Ein Atelier wurde zur Galerie beletage. Dort zeigt der KiFF-Künstler Daniel Furter seine in jahrelanger Schichtarbeit entstandenen Malereien. Sein Gast, die junge Ishita Chakraborty, setzt mit haptisch bearbeiteten Papieren und am Boden wuchernden Pilzen einen Kontrapunkt. Vernissagerednerin Dominique Lämmli fand den gemeinsamen Nenner: «Poetische Zeichen». (Bis 20. September)

Ishita Chakraborty lässt in der Beletage Pilze spriessen

Ishita Chakraborty lässt in der Beletage Pilze spriessen

Im Kunstraum am Ochsengässli fragt Renata Rara Kaminska in «Capi-Colo-Cola» nach der Beziehung von Öffentlichkeit, Wissenschaft und Kunst. (4. bis 27. September)

Baden: Kunstraum, Trudelhaus und Wettingen: Gluri Suter Huus

Zum Festival Fantoche holt der Kunstraum Lotte Reiniger, eine Pionierin der Silhouettenanimation, wieder ans Licht. Und den grossen Raum bringt die Ennetbadenerin Milena Seiler mit ihren so subtilen wie kräftigen Malereien in Schwingung. (29. September bis 25. Oktober)

Milena Seiler, Zimmer 3.

Milena Seiler, Zimmer 3.

Das Trudelhaus lädt zu «Reisen» ein. Im Kopf, mit Tönen und Erinnerungen. (Bis 26. September)

Im Wettinger Gluri Suter Huus bringen vier Kunstschaffende zum Fantoche-Motto «Schöne heile Welt» mit dunkler Schönheit eher Unheiles zu Papier. (Bis 20. September)

Brugg:Zimmermannhaus

Das Zimmermannhaus Brugg bricht aus, zeigt in Kooperation mit dem Salzhaus und mit dem Titel «hausaus hausein» Kunst in der ganzen Stadt. (5. bis 20. September)

Zofingen: Kunsthaus:

In Zofingen versammeln sich derweil die «Baumfänger». Eine Eiche betrauert Beat Breitenstein, zu den Wurzeln dringt die Fotografin Marianne Engel in magisch-unheimlichen Bildern vor, Victorine Müller wagt sich in die Baumkronen und das Duo Com&Com liess einen Baumstamm auf Weltreise gehen. (Bis 11. Oktober)

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