Musik

Der Jazzer Peter Schärli staunt selber über seine Erfolgswelle

Peter Schärli mit Sandy Patton und Glen Ferris 2019 im Burgbachkeller Zug

Peter Schärli mit Sandy Patton und Glen Ferris 2019 im Burgbachkeller Zug

Preise, Auftritte, Würdigungen: Jazztrompeter Peter Schärli hat mehr denn je zu tun. Bis im Juni 2021 sind über 50 Konzerte geplant.

Die Reife seiner Musikalität korrespondiert mit einer neuen Erfolgswelle: Peter Schärli hat den mit 20000 Franken dotierten Moods-Aïda Alliman Preis 2020 gewonnen. Die Auszeichnung soll den Preisträgern ermöglichen, für eine bestimmte Zeit frei zu arbeiten. «Ich bin überrascht und freue mich sehr. «Das erleichtert mir, losgelöst vom kommerziellen Druck meine Projekte zu verfolgen.»

Zum Preis gehört ein Auftritt im Jazzclub Moods in Zürich. Dort wird Schärli am 8. November mit seinem neuen Projekt Peter Schärli Young Quintet auftreten, das mit Elian Zeitel (voc), Mareille Merck (g), Madlaina Küng (b) und Samuel Schärli (dr) besetzt ist, sowie mit Schärli & Zytinska «duoplus» und Charlotte Hug.

Im Duo, Trio, mit Gästen und in der freien Natur

Mit der Perkussionistin Sylwia Zytynska hat Schärli eine Reihe von 27 Konzerten geplant, die bis im Juni 2021 jeden Monat in Basel, Aarau und Luzern über die Bühne gehen. Auftakt ist am 24. September in Aarau, am 25. spielt das Duo in Basel und am 26. September in Luzern. Als Gast ist der US-Luzerner Gerry Hemingway (Drums) dabei. Die Gäste in den Monaten danach: Charlotte Hug (Bratsche), Lauren Newton (Stimme), Co Streiff (Sax), Saadet Türköz (Stimme), Dominique Girod (Bass), Hans Koch (Bassklarinette), Jean-Jacques Pedretti (Posaune) und der Schriftsteller Klaus Merz.

Schärli kennt Sylwia Zytynska, die im Bereich zeitgenössische Musik und Improvisation tätig ist, seit 20 Jahren. Die beiden haben mehrere Klanginstallationen realisiert. Ein grosses Projekt war eine Beschallung der deutsch-polnischen Grenzstadt Görlitz/Zgorzelec mit vielen anderen Musikern. Zytynska ist auch in der Stammformation von Schärlis «Sound Experience/Klangerlebnis» dabei. Mit diesem Projekt sucht Schärli besondere Gebäude und Räume in der freien Natur auf, um dort die atmosphärischen Kompositionen und Improvisationen seiner Musik wirken zu lassen.

Ein Abschied mit der «kommenden Generation»

Am 9. Oktober wird Schärli in der Konservi Seon für seine fast 40-jährige Tätigkeit als Dozent an der Hochschule Luzern-Musik verabschiedet. Unter dem Titel «Die kommende Generation» spielt er mit Studierenden «Schärlis Favourite Songs».

Bis im Frühsommer 2021 ist Schärli mit weiteren Projekten zu hören, unter anderem mit seinem Trio, dem Peter Schärli Young Quintet, mit Peter Schärli: «Peace Now!», der Sängerin Elian Zeitel oder dem Theaterstück «Der Bummler». Er staunt selber, wie gut es zurzeit läuft. «So viele Konzerte habe ich schon viele Jahre nicht mehr gespielt. Hoffen wir, dass sie alle realisiert werden können. Inschallah.»

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