Auch sonst entspricht der Autor des Bestsellers "Script Avenue" nicht dem Bild, das man sich so von Schriftstellern macht. Misserfolge beispielsweise entmutigen ihn nicht, sondern im Gegenteil. Sein erstes Manuskript, das von 100 Verlagen abgelehnt wurde, bezeichnete er gegenüber der "Schweiz am Wochenende" als "pubertären Schwachsinn". Aber es sei für ihn eine grosse Motivation gewesen weiterzumachen.

Charaktere, die scheitern, wieder aufstehen und Widerstände überwinden sind ihm die liebsten Romanfiguren. Ein Beispiel sei der spastische Druidenlehrling aus "Gold der Kelten". Dessen Fortschritte habe er täglich seinem sechsjährigen Sohn vorgelesen, der auch an einer spastischen Lähmung litt. "Wir dachten: Wenn ein junger spastischer Kelte den Gallischen Krieg überleben kann, ist auch in unserem Leben vieles möglich."

Cueni selber hatte Leukämie. Sie sei heute nicht mehr nachweisbar, sagte der 61-Jährige der "Schweiz am Wochenende". "Mein Problem sind heute die transplantationsbedingten Organabstossungen durch die fremden Knochenmarkzellen." Da tobe ein Bürgerkrieg. "Zuerst hatte ich kein Glück, und jetzt kam noch Pech dazu."