Kultmarke

Bunnies machen China unsicher

In China wächst der Umsatz von Playboy rasant - obwohl in weiten Teilen des Landes ein Verbot der Marke gilt. Nun hat der erste Nachtclub des Unternehmens in Macao eröffnet.

Das Magazin ist zwar in weiten Teilen Chinas und auch Indoniesiens verboten, dennoch ist das Sands Macao der ausgewählte Ort für den neuen Nachtklub von Playboy. Der Vorstandschef Scott Vendes meint: «Macao ist ein anspruchsvoller, hochpreisiger Markt und ein grosses Anziehungspunkt. Genau der richtige Ort für die Marke Playboy.»

Eröffnung des Playboy-Clubs in Macao

Playboy-Club in Macao

Der Klub in Macao ist nach Las Vegas der zweite Ort weltweit, an dem die berühmte Marke einen Club eröffnete. Und natürlich darf auch dort weder Stretchlimousinen, Hasenohren und Puschelschwänzchen nicht fehlen. Aus Vegas kamen denn auch extra ein paar Bunnies, um die Frischlinge aus Asien ihr ihre Mission einzuweisen. Bunny Tiffany sagt, worauf es bei einem Bunny ankommt: «Natürlich braucht man eien gewisse Portion Charisma. Aber Frauen wollen Bunnies sein, weil wir so unsere Sexualität zelebrieren. Ein Playboy-Bunny besitzt Stärke. Wir wollen die Weiblichkeit anpreisen.»

Vorreiter der moralfreien Erotik

Huhg Hefner (84), der einst Journalist für ein Kindermagazin war, als Vorreiter der Emanzipation? Wer hätte das gedacht. Der erste in Chicago 1960 eröffnete Playboy-Klub musste 1986 wieder geschlossen werden, weil er den Vorwurf der Erniedrigung der Frau nicht widerlegen konnte. Dem Auf und Ab der Auflage hat das nciht geschadet. In seinem Heft ziehen sich noch immer die Stars aus: Ursula Andress, Kim Basinger, Pamela Anderson (12 x), Mariah Carey, Naomi Campbell, Dita von Teese, Demi Moore. Und in einem Interview liess der geile Greis, der Viagra einwirft wie unsereins Kaugummi, jüngst verkünden: «Frauen sind Sexobjekte. Die Welt dreht sich nur ihretwegen!»

Nichts destotrotz führt Hefner seit langem ein Leben, wofür er wahlweise beneidet, verlacht oder freudianisch durchanalysiert wird. Er lebt, im seidenen Morgenmantel, im Playboy-Mansion in Beverly Hills. Manchmal neigt er zu übertriebenen Prahlereien, etwa, dass er beim Spiel mit vier Playmates in seinem runden, rotierenden Bett beinahe an einer  Liebeskugel erstickt wäre. Nach Macao ist er dann doch nicht gereist. Lieber war er dahiem, in seiner schwarzen Pyjamahose, weisse socken und glänzenden Hausschuhe. Nicht zu vergessen seiner Blondtourage: Kristina, Karissa und Crystal.

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