Die bis heute unbekannten Werke sind von grosser Bedeutung für die Freiburger Bildhauerei des 16. Jahrhunderts: Sie sind von bemerkenswerter Qualität und weisen noch immer ihre ursprüngliche mittelalterliche Bemalung auf. Die Tatsache, dass sie als Paar erhalten sind, mache sie zu einer grossen Rarität auf dem Kunstmarkt, teilte das Museum am Montag mit.

Das Museum hat die beiden Skulpturen letzten Monat zusammen mit der Gottfried-Keller-Stiftung und dank der Unterstützung der Westschweizer Lotterie erworben. Das Paar war 1990 auf dem Kunstmarkt aufgetaucht und landete zunächst bei einem Wiener Privatsammler und schliesslich in der Galerie Hofstätter Wien.

Im Rahmen eines vom Nationalfonds unterstützten Forschungsprojekt über die Freiburger Bildhauerei des 16. Jahrhunderts war das historische Museum auf die beiden Figuren aufmerksam geworden. Sie waren vermutlich ursprünglich Teil eines grösseren Altaraufsatzes.