Neben dem berühmten Berliner Theatertreffen findet heuer zum dritten Mal das Schweizer Theatertreffen statt. Vom 26. bis 29. Mai werden an diesem Festival, dieses Mal in Genf, die besten Schweizer Produktionen noch einmal gezeigt und gefeiert. Neun Stücke hat die Jury prämiert, darunter zwei, die vom Theater Basel produziert worden sind: zum einen «Edward II. – Die Liebe bin ich», verfasst vom Dramatiker und Basler Hausdramaturgen Ewald Palmetshofer, inszeniert von der Hausregisseurin Nora Schlocker. Zum anderen «Engel in Amerika», eine Inszenierung des Hausregisseurs Simon Stone. Aus technischen Gründen – offenbar ist die Produktion zu aufwendig – kann Letztere aber in Genf nicht noch einmal gezeigt werden.

Es ist das erste Mal, dass es das Theater Basel überhaupt in diese Auswahl geschafft hat. Überhaupt kann sich die Schauspielsparte seit dem Direktions- und Teamwechsel nicht über einen Prämierungsmangel beklagen: Ewald Palmetshofer hat den begehrten Mülheimer Dramatikerpreis erhalten, und Simon Stone für «John Gabriel Borkman» den Nestroy-Preis für die beste Regie sowie eine Einladung ans Berliner Theatertreffen – mehr geht nicht.

Weitere prämierte Stücke

In Genf in die Kränze kommen zudem «Ein Volksfeind» (Regie: Stefan Pucher. Produktion: Schauspielhaus Zürich), «Der Extremist» (Regie: Manfred Ferrari), «Palavie» (Regie: Julien George), «Beckett Sounds» (Regie: Alan Alpenfelt), «Münchhausen?» (Regie: Joan Mompart), «D’acier» (Regie: Robert Sandoz) sowie «Hexenjagd» (Regie: Jan Bosse. Produktion: Schauspielhaus Zürich) – doch auch diese Inszenierung könne «aus technischen Gründen» in Genf nicht aufgeführt werden, teilen die Organisatoren mit.

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