Jodlerfest

Zusammen ein Jodlerfest erleben

Endlich: Nach zwei Jahren Vorbereitung eröffnete gestern Nachmittag um 15 Uhr Stadtpräsident Thomas Rufener das 46. Bernisch-Kantonale Jodlerfest.

Tobias Granwehr

Am frühen Freitagmorgen wurde noch der Bahnhof herausgeputzt. Alles sollte stimmen, wenn in Langenthal um 15 Uhr das grösste Fest der vergangenen Jahre eröffnet wird. Und tatsächlich: Bis auf das Wetter passte bei der Eröffnung durch Stadt- und OK-Präsident Thomas Rufener alles. Unzählige Helferinnen und Helfer bauten im Stadtzentrum ein Jodlerdorf auf, das keine Wünsche offen lässt. 13 Festzelte, diverse Verpflegungsstände und schön dekorierte Vortragslokale laden zum Zusammensitzen, Zuhören und Feiern ein. Langsam strömten die Menschen ins Jodlerdorf, immer mehr, je später es wurde. Viele zeigten ihre schönen Trachten – und auch wer keine traditionelle Kleidung trug, war hochwillkommen.

Heizungen organisiert

«Ich wünsche allen ein wunderschönes Fest – trotz dem eher mässigen Wetter», sagte Rufener zu Beginn. Er zeigte sich nach zwei langen Jahren der Vorbereitung überzeugt: «Wir sind gut vorbereitet.» Wegen der tiefen Temperaturen trieb das Organisationskomitee kurzfristig Heizungen für die Festzelte auf. Niemand soll sich unwohl fühlen an diesem Wochenende. Am Nachmittag starteten bereits die Alphorn- und Büchelbläser mit ihren Wettvorträgen (siehe Text unten). Gestern Abend begannen dann auch die Jodlervorträge. Heute sind die Jodlerinnen und Jodler den ganzen Tag über im Einsatz. Sie singen in der katholischen Kirche, in der reformierten Kirche Geissberg, im Stadttheater und in der Dreifachturnhalle Kreuzfeld.

Dabei ist es üblich, dass sich die Jodlerinnen und Jodler auch gegenseitig zuhören. Renate Wigger und Claudia Bigler wollten sich ebenfalls einige Vorträge anhören. Die beiden reisten aus Schangnau nach Langenthal. «Sonst treten wir bei den ‹Kantonalen› auch auf, doch dieses Jahr wollen wir einfach das Fest geniessen», sagte Bigler. Die beiden aufgestellten Frauen jodeln im Frauenjodelchor Bumbach mit.

Der Hauptgrund ihres Besuches sei, andere Formationen zu hören und ein schönes Fest zu erleben. Wigger: «Jodlerfeste sind absolut friedliche Anlässe. Man sitzt zusammen und hat es gut.» Das triste Wetter störte die beiden nicht. «Das kommt trotzdem gut», sagten sie unisono. Das Jodlerdorf sei schön, ihr erster Eindruck sei positiv, so Bigler. Die beiden gaben an, jahrzehntelange Erfahrung von Jodlerfestbesuchen aufzuweisen.

Offizieller Festakt in der Turnhalle

Am frühen Abend lachte sogar noch die Sonne vom Himmel, was auch das Organisationskomitee gefreut haben dürfte. Doch auch Regen sei kein Problem, erklärte OK-Stabschef Bernhard Bühler. «Die Stimmung in den Festzelten ist eher noch gemütlicher, wenn das Wetter schlecht ist.»

Er und seine OK-Kollegen entschieden gestern Abend, den offiziellen Festakt vom Sonntagmorgen (ab 9.30Uhr) nicht im Freien durchzuführen. Die Temperaturen dürften eher tief sein, und das Risiko für Regen sei zu gross, sagte Bühler. Der Festakt wird aber nicht wie angekündigt in der Markthalle durchgeführt, sondern in der Dreifachturnhalle Kreuzfeld.

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