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«Wir sind in Brugg angekommen»

«Wir sind in einer glücklichen Situation» :Rolf Urech (links) und sein Bruder Marc Urech freuen sich über ihre neue Musikwerkstatt an der Stapferstrasse 31 in Brugg. (Bild: Louis Probst)

Musik

«Wir sind in einer glücklichen Situation» :Rolf Urech (links) und sein Bruder Marc Urech freuen sich über ihre neue Musikwerkstatt an der Stapferstrasse 31 in Brugg. (Bild: Louis Probst)

Auf ihrer «Wanderung» vom Ursprungsort im ehemaligen Bierdepot im Campusareal über ein weiteres Provisorium an der Güterstrasse ist die Musikwerkstatt jetzt sozusagen im Definitivum angekommen.

Louis Probst

«Für uns ist das eine tolle Situation», freut sich Rolf Urech. «Wir sind jetzt mit der Musikwerkstatt an einem definitiven Standort angekommen. Und wir haben hier erst noch Entwicklungsmöglichkeiten.» Und Marc Urech stellt fest: «Wir wissen um die glückliche Situation, die wir hier haben. Wir verfügen jetzt über Räume nach unseren Bedürfnissen. Für uns ist die Neueröffnung der Musikwerkstatt ein Meilenstein. Es ist absolut toll.»

Angekommen ist die Musikwerkstatt in Brugg. Und zwar an der Stapferstrasse 31. Möglich gemacht haben das letztlich die Besitzer der Liegenschaft, Dorothee und Ernst Rothenbach. Sie haben grosszügig Hand dazu geboten, dass die Räume - in denen bis vor kurzem Bikes und Sportgeräte verkauft worden sind - für die besonderen Bedürfnisse der Musikwerkstatt umgebaut werden konnten.

Neben einem Konzertraum verfügt die Musikwerkstatt an ihrem neuen Standort auch über eine ganze Reihe von Übungsräumen, in denen unabhängig musiziert werden kann.

Erinnerung an den Anfang

Die blaue Leuchtreklame «Depot» über der Bar im neuen Konzertraum erinnert an die Anfänge der Musikwerkstatt im inzwischen abgebrochenen Feldschlösschen-Bierdepot in Windisch. «Den Rest der Leuchtreklame haben wir eingelagert», meint Rolf Urech. «Wir sind sehr glücklich gewesen, dass wir im Bierdepot unsere Schule aufbauen konnten. Und der Zwischenstandort an der Güterstrasse hat uns die Chance gegeben, unsere Arbeit weiterzuführen. In den zwei Jahren an der Güterstrasse haben wir immerhin auch 33 Konzerte veranstaltet.»

Konzerte soll es übrigens auch am neuen Standort der Musikwerkstatt geben, versichert Rolf Urech. «Kammerkonzerte, Jazz, aber auch Chanson- oder sogar Erzählabende sind denkbar», sagt er. «Es muss einfach Musik dabei sein. Wir wollen uns dabei nicht in einem bestimmten Stil positionieren. Je breiter das Spektrum ist, desto besser.»

«Ergänzung zu den Musikschulen»

Die beiden Gründer der Musikwerkstatt verstehen sich aber nicht in erster Linie als Konzertveranstalter. Im Vordergrund steht in der Musikwerkstatt der Unterricht. «Es geht uns aber nicht etwa darum, die Musikschulen zu konkurrenzieren», betont Rolf Urech. «Für Jugendliche, die keine Mittelschulen besuchen, gibt es ab 16 Jahren jedoch keine Angebote mehr. Unser Unterricht wird aber von allen Altersgruppen genutzt. Vom Jugendlichen bis zum Rentner. Die Musikwerkstatt ist von daher eine Ergänzung zu den Musikschulen.»

Entsprechend breit gefächert sind die Unterrichtsmöglichkeiten. Neben Theorie-, Improvisations- und Ensemblekursen bietet die Musikwerkstatt Unterricht für alle Blasinstrumente, für Streichinstrumente - ohne Geige und Bratsche -, aber auch für Klavier, Gesang und klassische Gitarre. «Wir haben auch Exoten - wie Oboe oder Posaune - im Angebot und neu sogar Alphorn», erklärt Rolf Urech. Und Marc Urech stellt fest: «Wir versuchen, das Angebot auf die Nachfrage auszurichten. Das kommt sehr gut an. Und auch die Möglichkeit der individuellen Gestaltung des Unterrichts wird sehr geschätzt.»

Unterrichtet wird in der Musikwerkstatt übrigens ausschliesslich durch professionelle Musiker. «Das ist uns sehr wichtig», betont Rolf Urech. Grosser Wert wird auf Gruppenunterricht gelegt. «Die Idee ist es, dass auch in Gruppen musiziert wird», sagt er. «Beispielsweise als Kammermusikensemble, als Big Band oder auch als Klezmerformation.»

Die Musikwerkstatt als Treffpunkt

«Die Musikwerkstatt soll aber auch ein Treffpunkt sein», betont Marc Urech. Unter dem Titel «hörbar-spielbar» steht einmal im Monat die Bühne allen offen, die Lust haben, spontan Musik zu machen. «Ob dabei eine Jamsession entsteht oder sich der Vortrag im klassischen Bereich bewegt, ist nicht so wichtig.» Rolf Urech sagt dazu: «Wir wollen die Leute zum Spielen bringen. Es geht uns um die Musik.»

Musikwerkstatt. Stapferstrasse 31, Brugg. Freitag, 30. Oktober, 19 Uhr: Werkstattkonzert. Samstag, 31. Oktober, von 13.30 bis 14 Uhr: «Klangweg» zwischen Güterstrasse und Stapferstrasse. Von 14 bis 16 Uhr: offene Türen in der neuen Musikwerkstatt. 16 Uhr: klangvoller Festakt «In C».

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